Walter Melchiore untersucht das Lastenrad von Ute Bott. Foto: ADFC

Der Fahrradcheck auf dem Kapellenhof hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren.

Die Aktiven vom Team Radkultur und ADFC hatten am Samstag alle Hände voll zu tun – zumal dieses Mal auch eine Codier-Aktion für Fahrräder angeboten wurde.

 

Den vermutlich weitesten Weg hatte Elmar Schiller aus Wilflingen auf sich genommen. An seinem Lastenrad – Eurasier-Hündin Rosi fühlte sich auf der Ladefläche sichtlich wohl – hatte er ein mögliches Problem an der Lenkung ausgemacht. Gottfried Gestrich-Gärtner vom Team Radkultur konnte mit wenigen Handgriffen – und natürlich dem passenden Werkzeug – das Problem schnell beheben.

Ewas aufwendiger gestaltete sich die Diagnose am Lastenrad von Ute Bott. Sie wollte auf Nummer sicher gehen und den Zustand der Bremsen überprüfen lassen. Welter Melchiore baute daher das Vorderrad aus – und konnte Entwarnung eben: „Die Beläge sich noch einwandfrei“, stellte er mit fachmännischem Blick fest.

Seilzug für Kinderfahrrad

Wenige Meter neben ihm hatte sich Reinhold Groß eines Kinderfahrrads angenommen. „Da ist ein neuer Seilzug fällig“, sah er auf den ersten Blick – und baute das Ersatzteil innerhalb weniger Minuten ein.

Erstaunlich große Nachfrage gab es auch für die Codierungsaktion, bei der im Gegensatz zum Radcheck ein Kostenbeitrag fällig wurde. Nachdem am vorherigen Mittwoch das Team Radkultur und der ADFC vor dem Alten Rathaus bereits 18 Fahrräder entsprechend gekennzeichnet hatten, gab es auch dieses Mal nur wenige Pausen für die Helfer, die unter anderem auch das Fahrrad von Pfarrerin Esther Kuhn-Luz so kennzeichneten, dass es im Falle eines Diebstahls wieder leichter identifiziert werden könnte.

Dass so ganz nebenbei das Mal-Fahrrad für Abwechslung sorgte, zeigte sich an den Gesichtern der Künstler, die ihre Werke gleich mit nach Hause nehmen durften.