Direkt am Rathausplatz, aber doch etwas versteckt: das „Blitzerauto“ der Stadt Schramberg Foto: Wegner

Eher “sehr zurückhaltend“, so sagen es Beobachter, sei in der vergangenen Zeit in Schramberg „geblitzt“ worden. Jetzt aber gibt es wohl wieder einige „Knöllchen“.

Wer etwas zu schnell von der Haupt- in die Oberndorfer Straße am Schramberger Rathaus einbiegt, der hat schon verloren.

 

Am Mittwoch standen Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdiensts mit ihrem „Blitzer-Caddy“ im Bereich des Rathauses.

Abgestellt war das Fahrzeug – mit dem gelegentlich auch andere Fahrten übernommen werden und es von daher auch schon aus anderen Gründen neben dem Rathaus stand – direkt im Anschluss an das Ratsgebäude.

Wer, wie gefordert, langsam in dem verkehrsberuhigten Bereich unterwegs war, konnte das Fahrzeug schnell wahrnehmen. Diejenigen, die allerdings etwas schneller um die Ecke „fegten“ wird wohl ein „Knöllchen“ erwarten.

Rotlicht ausgeschaltet

Da die Mitarbeiter der Abteilung Öffentliche Ordnung bei ihrer Tempoüberprüfung den eigentlichen Rotlichtblitz, der das Bild aufhellen kann, ausgeschaltet hatten, war vielen, bei denen das messende Radargerät ausgelöst hatte, möglicherweise gar nicht klar, dass sie zu schnell unterwegs waren. Und das waren in der Messzeit, wie zu erkennen war, einige.

Schrittgeschwindigkeit erlaubt

Erlaubt ist in diesem Bereich lediglich Schrittgeschwindigkeit – bereits zuvor ist in der Hauptstraße selbst Tempo 20, anschließend an die verkehrsberuhigte Zone Tempo 30.

Zuvor eine Anzeigetafel

Wer wissen will, wie schnell er unterwegs ist, hat, bevor er geblitzt wird, neben seinem Tacho auch die Möglichkeit, an einer Geschwindigkeits-Anzeigetafel vor dem Rathaus anhand eines lachenden oder traurigen Smileys festzustellen, ob er zu schnell unterwegs ist. Ist dieser freundlich und grün – gibt’s auch kein Foto mit Zahlschein vom Amt.

Stadt rüstet weiter auf

In jüngerer Zeit war die Stadt nach Beobachtungen eher weniger mit der mobilen Verkehrüberwachung unterwegs – in dieser Zeit ist das Gerät übrigens in einer der stationären Blitzersäulen eingesetzt. Auch hier rüstet die Stadt auf: die nächste Säule kommt im Stadtteil Schönbronn. Der Wunsch nach einem mobil aufstellbaren Blitzeranhänger, wie er in vielen anderen Kommunen bereits zum Einsatz kommt, hatte der Gemeinderat in den Beratungen zum Haushalt 2025 nicht entsprochen.