Der stationäre Blitzer vor der Gutermann-Grundschule wurde im Jahr 2019 scharf gemacht. (Archiv) Foto: Jürgen Lück

Die alten Kästen haben ausgedient: Die Stadt kauft im Auftrag des Gemeinderats neue stationäre Messanlagen für knapp 500.000 Euro. Warum sich das Rathaus auch über die Aufhebung der Rauschbart-Vollsperrung freut.

Jetzt ist es amtlich: Das Rathaus investiert knapp 500.000 Euro für stationäre Blitzer. Damit werden die alten, grauen „Starenkästen“ gegen moderne Blitzer ausgetauscht.

 

Der Grund, so die Drucksache 141/2024: Die Eichunterstützung endet am 31. Dezember 2024. Klartext: Spätestens ab diesem Datum haben es Verkehrsanwälte leicht, die Temposünder zu verteidigen.

Jenoptik bekommt den Zuschlag

Das Rathaus hat den Kauf der neuen Blitzer europaweit ausgeschrieben, und die Firma Jenoptik hat den Zuschlag bekommen für 449.256 Euro. Dafür werden folgende Starenkästen hochmodern: Der an der Haigerlocher Straße in Empfingen, die beiden in Eutingen, der in der Bildechinger Steige in Horb und der in der Eutinger Straße 61 in Bildechingen in Höhe Grundschule.

Bei fünf Gegenstimmen (unter anderem drei von der AfD) wurde dem Austausch im Gemeinderat zugestimmt.

Nicht nur deshalb wird das Rathaus aufatmen, weil eine wichtige Einnahmequelle auf Dauer weiter sprudeln kann. Rathaussprecherin Inge Weber: „Beim Rückgang der Bußgeldeinnahmen spielt die Sperrung der Stuttgarter Straße durch die Rauschbart-Vollsperrung sicher eine Rolle.“

Aufregung wegen Blitzer-Aktionen

Zuletzt hatte es Aufregung wegen zweier Blitzer-Aktionen der Stadt im Bereich der Baustelle Hochbrücke zwischen Nordstetten und Horb gegeben.

In den Raum gestellt hatte die Stadt auch, ob sie beim Bahnübergang Mühlen blitzen wird, nachdem es dort zur Reduzierung auf Tempo 10 km/h gekommen war.