Zu Radarfallen in Horb hat unsere Leserin Heidi Kebernik aus Altheim die folgende Meinung.
Als Fahrlehrerin bin ich täglich in Horb unterwegs und erlebe immer wieder, wie schwer es ist, jungen Menschen die Straßenverkehrsordnung beizubringen, wenn sie im Alltag ständig das Gegenteil sehen.
Verkehrskontrollen sind wichtig – aber nur, wenn sie wirklich der Sicherheit dienen und nicht bloß als zusätzliche Einnahmequelle genutzt werden.
Leider erlebe ich in Horb immer wieder genau das: Blitzer an fragwürdigen Stellen, an denen keine echte Gefährdung besteht. Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitskontrolle vor der Pestalozzischule auf dem Hohenberg. Zwar weist ein Zusatzschild auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hin, doch vielen Autofahrern ist nicht klar, dass sie auch in den Ferien gilt. Die Stadt nutzt dies aus und blitzt vor allem während der Ferienzeiten. Auch der mobile Blitzer zwischen Talheim und Altheim, mitten im Wald ohne Gefahrenstelle, wirft Fragen auf. Warum wird dort geblitzt, wo es kaum Sinn ergibt?
Blitzerkasten ist fragwürdig
Noch fragwürdiger ist der große Blitzerkasten, der ab und zu am Steinachblick in Altheim steht. Dort gilt Tempo 50 wegen eines Fußgänger-Gefahrzeichens. Doch wenn nachts um drei Uhr weit und breit kein Fußgänger zu sehen ist, warum wird dann geblitzt? Anstatt Autofahrer dort abzukassieren, sollte die Stadt lieber gefährliche Kreuzungen sicherer machen! Die Kreuzung Krankenhaus/Altheimer Straße ist völlig falsch ausgeschildert – die Beschilderung entspricht nicht einmal der StVO.
Gefährlicher Punkt
Auch die Ausfahrt aus dem Bahnhof ist ein gefährlicher Punkt: Immer wieder fahren Autos und Busse bei Rot in die Kreuzung und verursachen Rückstaus. Ein Rotlichtblitzer wäre hier dringend nötig! Fahrschulen haben mehrfach angeboten, an Verkehrsschauen teilzunehmen, doch wir werden schlicht ignoriert. Die Stadtverwaltung scheint kein Interesse an praxisnahen Lösungen zu haben. Stattdessen setzt sie auf fragwürdige Blitzerstandorte, anstatt dort zu kontrollieren, wo es wirklich nötig wäre.
Es wird Zeit, dass sich etwas ändert – für mehr Verkehrssicherheit und weniger Abzocke!
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