Racemark hat seinen deutschen Firmensitz in der Robert-Bosch-Straße in Empfingen. Foto: Jürgen Baiker

Cannon Bailey, Präsident des amerikanischen Familienunternehmens Racemark, das in Empfingen seinen deutschen Standort betreibt, sagt gegenüber unserer Redaktion, wofür es politisch in Amerika jetzt Zeit ist.

Das Gewerbegebiet Autobahnkreuz in Empfingen ist Sitz mehrerer internationaler Unternehmen. Eines von ihnen ist Racemark in der Robert-Bosch-Straße. Rennfahrer Bob Bailey gründete den Hersteller von maßgefertigten Autoteppichen und Autositzbezügen 1964 in den USA. Das Unternehmen ist bis heute in Familienhand. Es hat seinen amerikanischen Hauptsitz in Calhoun im US-Bundesstaat Georgia, rund eine Autostunde von der Metropole Atlanta entfernt.

 

Heutige Geschäftsführerin des Familienunternehmens mit Standorten in Empfingen, in der Schweiz und in Ungarn, ist Bob Baileys Frau Ginger. Seine Tochter Emily Bailey ist Head of Sales und Director of New Business Delevolpment (Leitung des Verkaufs und Geschäftsentwicklung), sein Sohn Cannon Bailey ist Präsident des Unternehmens.

„Friedliche und legitime Übergabe der Macht“

Was er vom Rückzug von US-Präsident Joe Biden als Präsidentschaftskandidat hält und was er sich vom Ausgang der US-Wahl im November erhofft, schildert Cannon Bailey unserer Redaktion auf Anfrage. Bailey sagt: „Ich möchte zu Beginn klarstellen, dass wir als Firma nicht politisch sind. Ich kann Ihnen aber meine Meinung sagen. Ich sehe es als sehr positiv für die anstehende Wahl an, dass Präsident Biden sich aus dem Rennen zurückzieht. Der größte Minuspunkt seiner Kandidatur ist sein Alter und Trump kann diesen Punkt gegen ihn einsetzen. Die Aufmerksamkeit für die Wahlkampagne wird sich jetzt komplett auf Harris richten und darauf, wen sie als ihren Stellvertreter auswählt. Der dritte Punkt ist, dass der Rückzug von Biden ein sehr klares Signal ist, dass die Demokraten eine friedliche und legitime Übergabe der Macht schätzen.“

„Fokus auf die nächste Generation“

Den Blick auf die Zukunft seines Landes nach der Wahl gerichtet, sagt Cannon Bailey: „Meine Hoffnung für das Ergebnis der Wahl ist mehr Einigkeit und ein Fokus auf die nächste Generation von politischer Führung in unserem Land. Es ist Zeit für frische Ideen, die die Zukunft unseres Landes und der sich verändernden globalen Landschaft, zu der wir alle gehören, darstellen.“

Racemark-Gründer Bob Bailey

Rennfahrer
Bob Bailey war 15 Jahre lang professioneller Rennfahrer. Den Großteil dieser Zeit verbrachte er mit dem Porsche of America Racing Team, mit dem er in der Grand-Touring-Klasse bei einem Daytona 24-Stunden-Rennen siegte. Seine Wege kreuzten sich mit Rennfahrstars wie dem Indianapolis 500-Gewinner Mark Donohue, der sein Geschäftspartner wurde, oder Schauspieler und Autorennenenthusiast Paul Newman.

Unternehmer
Selbst als vielbeschäftigter und erfolgreicher Rennfahrer fand Bailey noch Zeit, um 1964 sein Unternehmen Racemark auf dem Grundstück seiner Familie zu gründen. Ab 1972 ist sein Geschäftspartner Rennfahrer-Champion Mark Donohue. Der Namensbestandteil „mark“ in Racemark ist ein Verweis auf Donohue. (Angaben aus einer Veröffentlichung von „Saratoga Living“.)