Durchwachsen sind die Zahlen zur Arbeitsmarktentwicklung für den Schwarzwald-Baar-Kreis Foto: Jan Woitas/dpa

In den Landkreisen Rottweil und Tuttlingen meldet man weniger Arbeitslose, im Schwarzwald-Baar-Kreis nahm sie jedoch zu.

Die Agentur für Arbeit meldet für den Zuständigkeitsbezirk Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen eine sinkende Zahl der Arbeitslosen zum dritten Mal in Folge: 13 103 Personen waren im Berichtsmonat arbeitslos gemeldet, das sind 79 weniger als im Oktober.

 

Die Arbeitslosenquote ist um ein Zehntel gesunken und liegt nun bei 4,5 Prozent. Der Bestand an Arbeitslosen ist weiter rückläufig. Insgesamt betrachtet liegt der Rückgang auf einem für diesen Berichtsmonat üblichen Niveau.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit ist der Rückgang am stärksten ausgeprägt: Im Agenturbezirk wurden 1524 Arbeitslose unter 25 Jahren gezählt, das sind 146 oder rund 9 Prozent weniger als im Vormonat. „Bis zum Ende des Jahres können noch offene Lehrstellen besetzt werden“, berichtet Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen.

„Derzeit laufen die Nachvermittlungen für Jugendliche, die bisher noch keinen Platz gefunden haben oder deren ursprünglichen Pläne sich nicht in die Tat umsetzen ließen. Die Berufsberatung kann von den Ausbildungssuchenden so lange in Anspruch genommen werden, bis sie eine gesicherte Anschlussperspektive haben.

Es tun sich immer wieder Chancen auf – viele Ausbildungsstellen in der Region konnten bisher nicht besetzt werden oder sind erneut frei geworden, zudem gibt es sinnvolle Alternativen zur Überbrückung.“

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat im November leicht angezogen, liegt aber deutlich unter Vorjahresniveau: 910 Stellen wurden im November neu gemeldet (105 Angebote mehr als im Oktober). Insgesamt befinden sich 3047 freie Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit (444 Angebote weniger als vor einem Jahr).

Im November zeigten 60 Betriebe für 610 Beschäftigte Kurzarbeit an (vorläufige Daten, aus dem Zeitraum 1. bis 24. November). Im Vormonat waren es 59 Betriebe für 556 Beschäftigte. Laut aktueller Hochrechnung wurde im Juli für 7011 Beschäftigte von 251 Betrieben konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Kurzarbeiterquote lag im Agenturbezirk im Juli bei 3,2 Prozent, wie im Vormonat.

5999 Arbeitslose im Schwarzwald-Baar-Kreis

Schwarzwald-Baar-Kreis: Die Arbeitslosigkeit ist Schwarzwald-Baar-Kreis ist im November 2025 gestiegen. 5999 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 113 Personen mehr als im Oktober. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 296 Arbeitslose mehr, damals lag die Quote für den Schwarzwald-Baar-Kreis bei 4,7 Prozent.

Prozentual gesehen, haben Männer einen Anteil von 55,9 (3351 Personen) und Frauen von 44,1 Prozent (2648). Nach Altersgruppen liegen die über 50-Jährigen mit 34,2 Prozent an der Spitze. Von der Gesamtzahl machen die Langzeitarbeitslosen 26,8 Prozent aus und Ausländer 42,2 Prozent.

Von Januar bis November gab es insgesamt 3966 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 1615 oder 29 Prozent.

Kreis Rottweil: Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Rottweil im November 2025 gesunken. 2679 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 23 Personen weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,3 Prozent.

Kreis Tuttlingen: Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Tuttlingen im November 2025 gesunken. 4425 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 169 Personen weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,3 Prozent.