Samed Akbaba (rechts) und sein Co-Trainer Markus Pasternak haben aktuell viel Arbeit mit ihrem Team. Foto: Kara

Spielertrainer Samed Akbaba äußert sich zur aktuell schwierigen sportlichen Situation beim Fußball-Landesligisten FC 07 Albstadt.

Es ist ein ungewohntes und für die Albstädter Anhänger unerfreuliches Bild: Der FC 07 steht aktuell auf dem vorletzten Platz der Landesliga – über viele Jahre war man eher im oberen Drittel oder gar in der Verbandsliga zu finden.

 

Spielertrainer Samed Akbaba redet gegenüber unserer Redaktion auch gar nicht um den heißen Brei herum, bleibt aber optimistisch: „Wir stehen aktuell noch enger zusammen und sind sicher, dass wir aus dieser Scheißzeit rauskommen.“ Er räumt zudem ein: „Wir hatten auch letztes Jahr eine schwierige Phase, aber aktuell ist es die herausforderndste Situation seit ich hier Trainer bin.“

Es fehlt an Toren

Drei Siege stehen acht Niederlagen gegenüber, folglich haben die Nullsiebener erst neun Punkte gesammelt. Dass die Anzahl an Toren eben jener an Punkten entspricht, ist ein großer Teil der Misere: „Die Chancenverwertung beschäftigt uns leider schon die gesamte Saison. Wir lassen regelmäßig vier, fünf dicke Dinger aus und der Gegner trifft mit dem ersten Schuss“, so Akbaba.

Sein Team hat damit seltener als Tabellenschlusslicht Freudenstadt (10) getroffen und stellt momentan die schwächste Offensive der Liga. Das dieser Effekt von Spiel zu Spiel schlimmer werden kann, ist ihm bewusst. Er meint: „Uns fehlt einfach auch das Selbstbewusstsein. Daran arbeiten wir. Im Training machen wir zur Zeit sehr viel Torschuss. Die Stimmung in der Mannschaft ist weiterhin gut, das halte ich für sehr wichtig.“

Noch kein Unentschieden

Eine weitere statistische Auffälligkeit sind die bisher fehlenden Unentschieden. Eine alte Fußballweisheit besagt: „Wenn du schon nicht gewinnst, solltest du nicht verlieren.“ Bei den direkten Duellen gegen den TSV Harthausen/Scher (1:2) und VfL Mühlheim (0:1) hätte ein Unentschieden schon eine deutlich andere Wirkung in der Tabelle für die Albstädter gehabt. „Egal wie der Gegner heißt, der FC 07 Albstadt will jedes Spiel gewinnen. Vielleicht müssen wir uns aber auch taktisch etwas anpassen. Wir sollten auch die Anzahl der Gegentore verringern“, betont Akbaba. Passenderweise hat der kommende Gegner TuS Ergenzingen ebenfalls noch nicht Remis gespielt.

Der Glaube ist da

Akbaba glaubt aber fest daran, dass sein Team auch in der Lage ist, eine Serie zu starten. Zur Stärke der Liga sagt er: „Die Qualität ist deutlich höher als vergangene Saison. Jeder kann jeden schlagen. Wir wollen bis zum Jahresende so viele Punkte wie möglich sammeln, uns dann neu sammeln und Kräfte tanken.“

Er hat auch noch eine Botschaft an die Anhänger des FC 07: „Ihr könnt euch sicher sein, dass wir niemals aufgeben und alles dafür tun, dass bald wieder schönere Zeiten in Albstadt herrschen. Glaubt an die Mannschaft.“ Diese ist wie angesprochen zuerst in Ergenzingen gefordert, anschließend kommen mit Zimmern, Pfullingen und Empfingen klangvolle Namen. Diese Spiele werden zeigen, ob die Albstädter im Krisenmodus bleiben, oder schnelle Besserung einkehrt. Dann würde auch der Blick auf die Tabelle wieder anders ausfallen.