Unregelmäßigkeiten in der Kasse erschüttern die Taekwondo-Abteilung des ASV Horb. Der Vorstand zog Konsequenzen und stellte die bisherige Leitung frei. Nun gibt es einen Neuanfang.
Paukenschlag im Mehrsparten-Sportverein ASV Horb: Nach Unregelmäßigkeiten in der Kassenführung der Abteilung Taekwondo wurde vom Vorstand des ASV Horb die frühere Leitung freigestellt und als kommissarischer Abteilungsleiter Stephan Hohage eingesetzt, wie der Verein in einer Pressemitteilung berichtet.
Die bittere Nachricht: Die Kasse der Abteilung ist laut Verein leer, obwohl der Abteilung ungefähr 9000 Euro jährlich zur Verfügung stehen.
Der Einladung zur Abteilungsversammlung folgten vor Kurzem fast 30 Menschen von 60 Mitgliedern.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Sebastian Blume erläuterten Blume selbst und Stephan Hohage ausführlich die Gründe der Freistellung der früheren Verantwortlichen der Abteilung Taekwondo. Fragen konnten in der Versammlung gestellt und beantwortet werden.
Mitglieder überrascht, dass die Abteilungskasse leer ist
Die Erklärungen zu der momentan leeren Abteilungskasse überraschte die Anwesenden, zusätzlich wurde Unzufriedenheit über die sportliche Ausrichtung zum Ausdruck gebracht.
Von den früheren neun Trainingszeiten in der Woche gab es seit Jahren nur noch zwei Zeiten. Turniere mit teilweise 40 bis 60 Euro Startgeld pro Teilnehmer mussten von den Sportlern selbst getragen werden, obwohl ungefähr 9000 Euro nur der Abteilung im Jahr zur Verfügung standen. Gürtelprüfungen waren im Vergleich zum Jahr 2017, als Stephan Hohage noch als Gründer und Abteilungsleiter fungierte, drei bis sechs Mal teurer für jeden Teilnehmer.
Von der Versammlung wurden mit einer Enthaltung folgende Personen gewählt: Vorsitzende Lejla Delic, Stellvertreter Stephan Hohage, Kasse Adelheid Pannewitz, Cheftrainer Roman Starcenko, 3 DAN, international erfahrener Coach, Nachwuchstrainerinnen Sophia Pannwitz, Laura Klimek, Angelika Starcenko.
Stephan Hohage schaut sich das Training an und lobt
Das Training der jungen Nachwuchstrainerinnen wurde am 9. Dezember in der Hohenberg Halle durch Stephan Hohage (Deutsche Olympische Sportbund Deutschland Ausbilderlizenz und ehemaliger Prüfer der Deutschen Taekwondo Union) beobachtet und als professionell gewertet.
Miteinander wurde optimistisch in die Zukunft geblickt.