Ein durchaus „starkes“ Fotomotiv Foto: Kugel

Von wegen keine weitere Touristen-Attraktion. In Bad Herrenalb sorgt ein Baum, genauer: eine entwurzelte Douglasie, für Aufsehen. Wie lange gibt es noch dieses besondere Fotomotiv?

Den Quellenlehrpfad in Bad Herrenalb gibt es mittlerweile seit 25 Jahren. Das teilte Julia Riegger von der Touristik auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

 

Verschiedene Stationen

Beim Internetauftritt der Outdooractive AG hilft der Tourenplaner Nördlicher Schwarzwald, das nächste Outdor-Erlebnis zu planen. Der Pfad-Tour wird hier so beschrieben: „Entdecken Sie die über 60 Sturzquellen, Quellsümpfe und gefassten Quellen Bad Herrenalbs auf einer Wanderung durch eines der schönsten Täler des Schwarzwaldes.“ Der Quellenlehrpfad führe auf einer Länge von circa vier Kilometer durch eines der schönsten Täler des Schwarzwaldes, zu Beginn durch den Kurpark und vorbei am Zisterzienser-Kloster, dann immer am Waldrand entlang. „An den verschiedenen Stationen entlang des Weges lernst Du viel Spannendes über die Quellen und deren Entstehung, sowie über Flora und Fauna der Region. Begleitet wirst Du von der noch jungen Alb die mal überschäumend wild, mal gemächlich durch das Tal fließt“, heißt es des Weiteren. Es wird von einem Naturerlebnis der besonderen Art gesprochen.

Entlang der jungen Alb führt der Quellenlehrpfad. Foto: Rick Eichner, Tourismus und Stadtmarkteing Bad Herrenalb

Ein Naturerlebnis ist sicherlich auch die mächtige entwurzelte Douglasie, die derzeit quer über dem Weg liegt. Nicht allzu groß gewachsene Menschen müssen nicht einmal den Kopf einziehen. Der Nadelbaum bietet sich geradezu als originelles Fotomotiv an. Beispielsweise meint – wenn das „Modell“ entsprechend positioniert wird – der Betrachter, dass der Baum in die Höhe gestemmt wird.

Wann genau der Baum umstürzte, kann Riegger übrigens nicht sagen. Allerdings wisse ForstBW als Waldeigentümer Bescheid „und entfernt die Douglasie zum nächstmöglichsten Zeitpunkt“. Hier handele es sich daher keinesfalls um ein neues Erlebnis auf der Quellenlehrpfad-Strecke.

Sehr beliebter Weg

Der Quellenlehrpfad an sich sei bei Einheimischen und Gästen ein sehr beliebter Weg. Beschwerden wegen des entwurzelten Baums „haben wir aber tatsächlich in der Tourist-Info noch nicht erhalten“, teilt Riegger zudem mit. Die Douglasie scheint also niemanden zu stören – im Gegenteil.

Wer noch nie auf der Strecke unterwegs war, hier die Wegbeschreibung laut Tourenplaner Nördlicher Schwarzwald: „Der Quellenlehrpfad startet am Bahnhof Bad Herrenalb, hier lädt uns die erste Station auf eine wissenswerte Reise über Quellen ein. Wir folgen der Bahnhofstraße bis zum Kurpark und durchqueren diesen, bis wir das Rathaus erreichen und gehen durch den Torbogen durch, die Klosterstraße entlang bis zur Klosterscheuer.“ Über die Treppe gelangen die Wanderer auf den Weg zur Schanz und biegen rechts nach oben ab, so dass sie auf den Albtalweg, vorbei an dem Wanderparkplatz, gelangen. Hier befindet sich die zweite Station. „Von nun an folgen wir dem Albtalweg hinauf ins Gaistal. Uns erwarten verschiedene informative Stationen sowie auch Stationen zum Mitmachen.“ Die Hartwighütte lädt zur kurzen Rast ein, bevor die Wanderer die Knollbrücke erreichen – „diese überqueren wir nicht und folgen weiter dem Albtalweg zur Station 13 mit der ‚Stätte der Ruhe‘“. Von dieser kehren die Wanderer wieder auf den Albtalweg zurück, „bis wir zur Station 16 gelangen, dem Ende des Quellenlehrpfads“.

Die Wanderer können entweder über den Wurstberg zurück nach Bad Herrenalb laufen oder ab der Haltestelle Spechtschmiede mit dem Bus 116 zurück nach Bad Herrenalb fahren.