Gemeinschaftsarbeit für die neuerliche Qualifizierung der Qualitätswege (von links) Bernd Beha vom Werkhof, Fabian Bönecke, Leiter des Tourismusbüros, sowie Werkhofleiter Sebastian Lenzner. Foto: Hella Schimkat

Unterkirnach ist umgeben von herrlichen Wanderwegen, die von vielen Wanderern, gleichgültig ob sie Urlaub in der Gemeinde verbringen oder zu einer Tagestour anreisen, immer wieder gelobt werden.

Das weiß auch der Deutscher Wanderverband zu schätzen und zeichnete drei „Traumtouren“ zum dritten Mal als Qualitätswege aus.

 

„Gemeinsam sind wir stark“ so kann man das für die ausgezeichneten Wege verantwortliche Trio bezeichnen: Bernd Beha vom Werkhof, Werkhofleiter Sebastian Lenzner und Fabian Bönecke, Teamleiter für Tourismus und Marketing.

Im Gespräch mit unserer Redaktion berichteten sie, worauf es ankommt, um die Qualifizierung zu erhalten. „Es war mir wichtig, dass die Bauhofmitarbeiter an unserem Pressegespräch teilnehmen, sie sorgen dafür, dass die Wege immer sauber und hervorragend beschildert sind“, erklärte Fabian Bönecke.

Er ist unermüdlich unterwegs

Einmal im Jahr sei Wegetagungstreffen, da erfahre er immer wieder, wie viele Schilder an den Wegen angebracht werden müssen. Er sei dankbar, dass Bernd Beha unermüdlich unterwegs sei, um die Schilder anzubringen und auch zu kontrollieren. Man müsse ihn dazu nie auffordern, betont Bönecke.

Beha erläuterte, wo die Wege entlang führen: „Die Paradies-Tour Wiesen-Täler beginnt am Mühlenplatz, führt zum Talsee, Hapimag, Grund, Oberkirnach, Schulhaus, Dürrheimer Wald und Hochbehälter zurück zum Mühlenplatz“, so Beha. Die Paradies-Tour Wald-Wasser-Läufer startet am Mühlenplatz und führt über Rathaus, Ruine Kirnek, Salvest, Bahnhöfle, Romäusquelle, Maria Tann, Täfele Tann, Roßacker, Köbele zum Mühlenplatz zurück.

Start ist am Mühlenplatz in der Ortsmitte

Die Paradies-Tour Moos-Wald-Geher beginnt ebenfalls am Mühlenplatz. Von dort geht es zur Freilichtbühne und weiter über Tannenfirst, Bernhardshütte, Schlegelwald, Dürrheimer Wald, Hochbehälter, Wasserweg zurück zum Mühlenplatz, zählt Beha auf.

Viele Wege seien befestigt, sie führen alle in verschiedene Richtungen. Wanderer können Wanderkarten erhalten oder sich digital informieren. Die ganz großen Tafeln seien alle erneuert worden, betont Bönecke. Die jeweilige Wegstrecken sind zwischen elf und 17 Kilometern lang.

Viele Arten von Fauna Flora vorhanden

„Wir haben dort alle Arten von Fauna Flora, man kann geschichtliche Hintergründe erfahren“, ergänzt Werkhofleiter Lenzner.

„Wir hören immer wieder Lob von Touristen, die nicht nur die kostenfreie Parkplätze im Ort schätzen sondern auch, dass man sich auf die konsequente Beschilderung verlassen kann“,betont Bönecke. Auf die Frage, ob auch manchmal Schilder als Erinnerung mitgenommen werden, schmunzelt Beha: „Vor allem die Wegweiser mit Bollenhut“.

Alle 200 bis 300 Meter zeige ein Schild, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde, und das in beiden Richtungen, so Beha. Hinter der Beschilderung stecke sehr viel Arbeit und Zeitaufwand, berichtet er und meint: „Hatten wir Sturm, fahre und laufe ich los, um zu schauen, ob es umgestürzte Bäume gibt. Es kann auch sein, dass ich eine kleinere Strecke aus Sicherheitsgründen absperren muss, da sind wir verantwortlich.“ Habe man Glück, könne man Fuchs, Hase, Dachs oder Rehe sichten, gewitzte Wildschweine, die sich gut verstecken, sehe man weniger, meint der passionierte Jäger Bönecke.