Der Energiedienst plant erneut eine Photovoltaik-Anlage. Die Bürger können profitieren.
In Bräunlingen wird immer mehr Solarstrom erzeugt. Das jüngste Beispiel ist ein weiterer Solarpark in Döggingen, der unterhalb der Bahnlinie entsteht. Spätestens bis Ende 2025 soll der Ausbau abgeschlossen sein.
Direkt neben den vorhandenen Energiefeldern wird der neue Solarpark mit einer Größe von zwei Hektar errichtet.
2,3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr
Die Firma Energiedienst in Donaueschingen als Investor und Projektentwickler hat bereits vor einigen Jahren einen Solarpark unterhalb der Bahnlinie eröffnet, der später bei einem zweiten Abschnitt um eine weitere Fläche erweitert wurde. Nun soll in einem nächsten Schritt diese Solarfläche in Richtung Osten ausgedehnt werden, ein Vorhaben, das inzwischen im Ortschaftsrat und auch mehrheitlich im Gemeinderat Zustimmung fand.
Der Energieertrag würde im Jahr rund 2,3 Millionen Kilowattstunden erbringen, was dem Strombedarf von rund 770 Durchschnittshaushalten entspreche, so die Ausführungen von Albert Vonnier. Er ist Freiflächenentwickler bei Energiedienst. Dabei sei die Fläche in Bezug auf Größe, Zuschnitt, Ausrichtung, Lage und Netzanschlussmöglichkeiten sehr gut für eine Photovoltaik-Anlage geeignet. Eine Agri-Anlage, bei der die Solarmodule senkrecht stehen, wurde ausgeschlossen. Die Zufahrt zum Solarpark ist durch die schon gebauten Wege gut möglich.
Eine gute Wertschöpfung durch die Pachterlöse und die Bürgerbeteiligung, bis hin zur festen Verzinsung, ist von den Investoren vorgesehen. Ein Beteiligungsmodell soll mit einem Finanzdienstleiter aufgebaut werden, der die Anforderungen des Kleinanlegerschutzes erfüllt. Die Einlagemöglichkeiten für Privatleute beginnen mit 500 Euro und sind bei 15 000 Euro begrenzt.
Weiteres in Planung
Photovoltaik, kurz PV, boomt. Auf Bräunlinger Gemarkung entstehen immer mehr Anlagen zur Produktion von Strom mit Hilfe der Sonnenenergie. Zusätzlich zu den Modulen in Döggingen will der Landwirt Johannes Schwörer, auf dem Eichenhof den Sonnenstrom wirtschaftlich zu nutzen. Zusammen mit der Freiburger Firma "Next 2 Sun" plant er oberhalb von Bräunlingen Richtung Döggingen einen etwas über 21 Hektar großen PV-Solarpark.
Im Bereich Bittelbrunner Hof in Waldhausen soll eine Freiflächen-Solaranlage Strom für 4500 Haushalte liefern. Aber auch in der historischen Kernstadt tut sich etwas. Hier könnte die neue Möglichkeit, Dächer mit Solarmodulen auszustatten, das Interesse an PV-Energie befördern.
Die Leistung der Anlagen
Insgesamt haben die Photovoltaik-Freiflächenanlagen des Energiedienstes in Döggingen ein Einspeisepotenzial von etwas über 4000 Kilowattpeak, was eine Gesamterzeugung von rund 4,6 Millionen Kilowattstunden im Jahr erwarten lässt. Dies würde eine Versorgung von rund 1540 Durchschnittshaushalten bedeuten. Wolle man den Stromertrag der neuen Photovoltaikanlage unter Verwendung von Biomasse erreichen, sei 40-mal mehr Fläschenverbrauch notwendig, um die gleiche Menge an Energie zu produzieren, sagt der Energiedienst zur Größe des vorgesehenen Areals.