Auggen investiert in eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage (Symbolfoto). Foto: webandi/Pixabay

Die Themen Wasser, Abwasser und Energie beschäftigen den Auggener Gemeinderat.

Zusammen mit dem Haushalt wurden im Gemeinderat Auggen der Wirtschaftsplan Wasserversorgungsbetriebe, der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung und der Wirtschaftsplan Energie für das Jahr 2026 jeweils einstimmig beschlossen.

 

Bei den Wasserversorgungsbetrieben seien 2026 keine Investitionsmaßnahmen geplant, denn nach Sanierungen sowie Reparaturen von Leitungskreuzen und weiteren Infrastrukturmaßnahmen müsse zunächst konsolidiert werden, resümierte Bürgermeister Ulli Waldkirch. Im Zuge der geleisteten Investitionen wurde 2025 bereits die Verbrauchsgebühr für Wasser angepasst, erinnerte er.

Auch wenn jetzt konsolidiert werde, „heißt das nicht, dass wir nicht weiter investieren“, sagte Waldkirch. Im Erfolgsplan steht ein Jahresfehlbetrag von knapp minus 70 200 Euro. Der Zahlungsmittelüberschuss aus laufender Tätigkeit steht bei gut 38 300 Euro. Gerade noch 500 Euro beträgt der Finanzierungsmittelüberschuss aus der Investitionstätigkeit. Der Finanzierungsbedarf liegt bei 44 000 Euro, der Finanzierungsmittelbestand weist nun ein Defizit knapp 5200 Euro auf. Der Schuldenstand des Wasserversorgungsbetriebs betrug am 31. Dezember 2025 gut 878 400 Euro.

Gebühren erhöht

Auch im Bereich der Abwassergebühren wurden im vergangenen Jahr die Gebühren wegen der Leitungsarbeiten an den Bahnkreuzungen, der Umstellung auf ein Misch-Trennsystem und wegen Leitungsspülungskosten, die 300 000 Euro betrugen, erhöht. Im Wirtschaftsplan für 2026 wird auf das Defizit von 65 500 Euro beim Erfolgsplan verwiesen.

174 900 Euro beträgt der Zahlungsmittelüberschuss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Einen Finanzierungsmittelüberschuss aus der Investitionstätigkeit gibt es nicht. Der Finanzierungsmittelbedarf aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 88 000 Euro. Der aktuelle Finanzierungsmittelbestand steht bei 86 900 Euro.

Finanzlage im Eigenbetrieb Abwasser ist „angespannt“

Trotz der Gebührenerhöhung sei die Finanzlage im Eigenbetrieb Abwasser „angespannt“, hieß es. Das ist auch am Schuldenstand absehbar, denn der belief sich Ende des vergangenen Jahres auf knapp vier Millionen Euro.

Im Erfolgsplan für den Eigenbetrieb Energie ist als Jahresfehlbetrag ein Defizit von knapp 75 600 Euro vermerkt. Im Liquiditätsplan steht beim Zahlungsmittelbedarf ein Minus von 22 300 Euro. Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit betragen 1,8 Millionen Euro, die Einzahlungen aus der Finanzierungstätigkeit betragen ebenfalls 1,8 Millionen Euro. Der Finanzierungsmittelbestand zeigt ein Defizit von 22 300 Euro.

Mit Freiflächen-PV-Anlage

Investiert wird in eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage, wobei hier nicht die „große geplante Freiflächen-PV-Anlage entlang der Bundesstraße, sondern die im Rathausbereich gemeint ist“, informierte Waldkirch. Zur Umsetzung wird ein Darlehen in Höhe von 250 000 Euro aufgenommen – dies wurde vom Rat einstimmig genehmigt. Mit der Investition in die PV-Anlage verstärkt die Gemeinde ihre Anstrengungen, bei der lokalen Energieerzeugung weiter voranzugehen.