Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Das 2:0 für Deutschland in der 19. Minute im Bistro Haag. Bitte auf das Gesicht des Schotten-Fan ganz rechts achten. Foto: Juergen Lueck /Juergen Lueck

So hat Horb beim Auftaktsieg der Deutschen Nationalmannschaft bei der EM2024 gefeiert. Ob der Fußball oder die Ritterspiele mehr Publikum gezogen haben.

Was hat mir da unser OB wieder eingebrockt. Sagt er doch selbstwusst im schlichten Schwarzen beim Fassanstich zum Start der Ritterspiele: „Die Ritterspiele sind die schönste Nebensache der Welt. Die zweitschönste ist das, was um 21 Uhr beginnt.“ Gemeint ist das Auftaktspiel der Fußball EM 2024 in Deutschland.

 

Wieder eine Rechercheaufgabe. 20.50 Uhr. Schnell noch auf den Flößerwasen. Das Publikum ist dicht gedrängt. Auch beim Weg über den Flößersteg ist vor den Ständen und Lagern unten jede Menge los.

20.55 Uhr. Hidir Özer im Bistro Haag hat eine knallvolle Terrasse. Schnell kniet sich der Wirt noch hin vor die deutschen Fans. Seine hübsche Bedienung – stilecht im Deutschland-Trikot. Dreht danach noch den Lautsprecher hoch. Auch drüben im Gleis Süd sind die Plätze gut gefüllt.

Bistro Hag-Wirt Hidir Özer und seine Bedienung im Deutschland-Trikot haben kurz vor Anpfiff noch Zeit für ein Foto. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Die Stimmung ist Bombe. Und als Wirtz in der 10. Minute das 1:0 einnetzt, jubelt Özer auf der Treppe mit.

In der 19. Minute bedient Kai Havertz Jamal Musiala, der den Ball unter die Latte knallt.

Die beiden jungen Fans reißen die Arme in die Höhe. Und das Gesicht des einzigen schottischen Fans rechts spricht Bände.

 

Dann der Elfmeter nach der roten Karte nach der Gündogan-Grätsche von Porteous. Der Schotten-Fan macht beste Miene zum bösen Spiel und legt den Flieger mit einem großen Grinsen hin. Nützt auch nichts – Havertz netzt zum 3:0 ein.

Ein großartiges Volk: Vor dem Elfmeter zum 3:0 macht der Schotten-Fan im Bistro Hag noch den Flieger. Und seine Frau lacht Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Halbzeit. Schnell rüber zum Dolce Vita. Doch man kommt kaum durch auf der Schillerstraße. Überall vor den Ständen sind Kunden – hier ist richtig was los.

In der Halbzeit sind die Stände auf der Schillerstraße gut besucht. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Im Dolce Vita sind die Zuschauer gerade entspannt, während Bedienung Ali hin und her wetzt. Er sagt: „Gut was los.“

Ali vom Dolce Vita hat in der Halbzeitpause gut zu tun. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Weiter zur zweiten Halbzeit ins „Rausch“-Stadion. Das Kö23 ist voll. Doch klar, das nach dem klaren 3:0 zur Halbzeitpause entspannte Stimmung herrscht.

Bei einem 3:0 zur Halbzeit kann man im „Rausch“-Stadion auch mal gemütlich sein Bier trinken ohne Stress. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Ein Deutschland-Fan trinkt gemütlich ein Bier, die Bedienung bringt die EM-Wurst. Ein Prachtteil – so lang wie eine Currywurst. Mit Deutschland-Fahne, Senf und Serviette in schwarz-rot.gold.

Ein Prachtteil charmant serviert: Die EM-Wurst im Kö 23. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Und auch hier sind die Bedienungen fleißig dabei, Getränke zu bringen. Inklusive Lächeln und Deutschland-Farben auf dem Oberarm.

Dann wird Nikolas Füllkrug eingewechselt. Und prompt netzt er zum 4:0 ein. Und da reißt einer seinen Arm hoch, den ich kenne: Muskulösen Körper, Undercut-Frisur mit langem Zopf und einem krass tätowierten Unterarm. Jörg Martin jubelt: „Ich habe doch gesagt, Füllkrug machts!“

Füllkrugs macht es! Da jubelt auch der "Kampfritter" Jörg Martin - auf dem Turnierplatz als Darius zu sehen.   /Juergen Lueck

Ein echter Kampfritter. Auf dem Pferd auf dem Turnierplatz als Darius Venetien zu sehen – dem ersten Ritter von Prinzessin Anna.

Doch warum ist er hier und nicht bei den Ritterspielen auf dem Flößerwasen? Darius: „Ich spiele Fußball, seitdem ich laufen kann. Wenn ich es neben dem Turnierreiten schaffe, die Nationalmannschaft zu gucken, bin ich natürlich dabei.“

Die Mädels vom Kö 23 haben dann endlich Zeit, ihr cooles Team-Shirt von hinten zu zeigen. Ein toller Anblick.

Ein schöner Rücken kann entzücken! Die Mädels vom Kö23 sind als Team schon definitiv in EM-Form. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Abpfiff. Ich zeige Vicky vom Dolce Vita die Fotos vom Flößerwasen. Sie sagt: „Bei uns war es schon richtig gut. Es freut mich, dass der Horber Abend so gut funktioniert hat. Da können auch wir Gastronomen außerhalb des Ritterspielwochenende auf gute Umsätze hoffen.“

Die Feuervögel rockten den Flößerwasen bis Mitternacht. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Auf dem Rückweg treffe ich noch König Maximilian auf der noch immer vollen Schillerstraße.. Seine Bilanz: "Es war viel Publikum beim Horber Abend. Ritterspiele 5, Fußball 1." Und auf der Bühne spielen die Feuervögel bis Mitternacht. Und noch immer drängen sich die Fans vor der Bühne. 

Fazit: Das Ergebnis freut alle. Sowohl die fünf Volltreffer der Ritterspiele für den Publikumsbesuch als auch die fünf Tore für unsere Nationalmannschaft. Da capo!