Hinfällig ist der eigentlich beschlossene Neubau einer Brücke im Glasbachtal. Foto: Stephan Hübner

Der geplante Ersatzbau für eine Brücke im Glasbachtal ist vorerst gestoppt. Es steht eine Prüfung durch das Denkmalamt an.

Kuriose Informationen gab es im Gemeinderat zu einer Brücke im Glasbachtal, für die vor Kurzem ein Ersatzbau beschlossen wurde.

 

Laut Bürgermeister Fritz Link hatte eine dezidierte Prüfung der Liste der Kulturdenkmäler durch durch das Ortsbauamt zu keinen Ergebnissen geführt. Von Seiten der Bevölkerung wurde nun aber das Denkmalamt aktiviert und von dort kam die Mitteilung, dass die Brücke zwar kein Kulturdenkmal, aber im Bereich der Archäologie in einer entsprechenden Liste aufgeführt sei und zu einem System historischer, bisher nur teilweise erfasster Wege gehöre.

Dazu gebe es ein Schreiben aus dem Jahr 2000 ans Amt für Flurneuordnung in Rottweil. „Das wurde der Gemeinde nie mitgeteilt und ist nicht in der offiziellen Liste“, stellte Link klar. Damit sei der Beschluss zum Brückenneubau hinfällig. Die Gemeinde dürfe und werde an dem Bauwerk nichts verändern, sondern einen Ortstermin mit dem Landesdenkmalamt vereinbaren. Dann werde man sehen, ob das Land die Brücke als archäologisches Denkmal schützen wolle. Das werde aber wohl mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Bauwerk könne nicht erhalten bleiben

Alle Experten gingen davon aus, dass das Bauwerk nicht erhalten und saniert werden könne. Möglich sei nur das Abtragen und der Wiederaufbau. Landwirtschaft und Bevölkerung sei damit nicht gedient, so Link. Ärgerlich sei auch, dass die Gemeinde monatelang viel Geld in die Planungen investiert habe.

Link wies auch darauf hin, dass die von der Gemeinde zur Sperrung der Brücke genutzten Barken immer wieder zur Seite geräumt werden. Sie sollen deshalb durch Balken ersetzt werden, da die Brücke selbst beim Überqueren durch Fußgänger einstürzen könnte. Schließlich muss zur Sicherstellung des Übergangs für Landwirte über den Bau einer Furt nachgedacht werden.