Die Landwirte fühlen sich von der Politik gegängelt und machen ihrem Ärger Luft. Nach einem Mahnfeuer am vergangenen Samstag, kündigen sie für Montag, 8. Januar, erneute Proteste an. Darauf muss sich Triberg einstellen.
Den Bauern reicht’s. Sie fühlen sich bei ihrer Tätigkeit, die normalerweise einen sogenannten „24/7-Job“ darstellt, seit Jahrzehnten gegängelt, rudern häufig zwischen Gesetzen und Vorschriften und dem Wunsch der Deutschen nach Billig-Lebensmitteln hin und her. Jetzt sollen ihnen noch Teile ihrer Subventionen gestrichen werden, unter anderem die Rückvergütung für Agrardiesel.
Ampeln aus Holz als Symbol
„Jetzt reicht’s!“: Mit deutlichen Worten und Zeichen wie Kreuzen mit daran hängenden Ampeln oder Gummistiefeln protestieren die Landwirte an stärker befahrenen Straßen. Und sie versammeln sich mit ihren schweren Traktoren – wie am vergangenen Wochenende, als rund 100 Traktoren, teils noch mit Schneeräum- oder Forstausstattung, am Samstagabend am Berg zur Weihermatten um ein Mahnfeuer zusammenkamen. Die Demo dauerte bis gegen 22 Uhr. Beteiligt waren Landwirte aus dem Umkreis von Schonach, Triberg und Schönwald.
Große Solidarität
„Ich finde es gut, dass endlich mal was passiert“, sagte ein Anwohner, der sich ganz auf die Seite der Landwirte stellte. Obwohl der Verkehr teilweise beeinträchtigt ist, solidarisieren sich viele Bürger mit den Bauern – man kennt sich auf dem Land und weiß, was Landwirte leisten.
Am kommenden Montag, 8. Januar, wollen die bäuerlichen Betriebe erneut protestieren. „Um 10 Uhr ist die Auftaktveranstaltung auf dem Marktplatz in Triberg. Die Landwirte aus Schonach, Schönwald, Nußbach und Gremmelsbach fahren allesamt in Richtung Marktplatz. Bürgermeister Gallus Strobel steht hinter unserem Protest“, war von Clemens Hug aus Gremmelsbach und Jürgen Dieterle aus Schönwald zu erfahren.
Triberg werde „dicht“ sein, so die beiden Ortsvorsitzenden des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV). Kollegen aus Richtung St. Georgen werden voraussichtlich die Bundesstraße 33 „entschleunigen“. Und in Holztransportfahrzeugen des Unternehmen Kaltenbach sollen die Beifahrer vom Fernsehen kommen.