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Proteste gegen "Charlie Hebdo" Schwere Zusammenstöße in Pakistan

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Die französische Fahne mit Füßen getreten: Proteste in Pakistan. Foto: dpa

Islamabad - Bei Protesten gegen Mohammed-Karikaturen des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ ist es in der südpakistanischen Stadt Karachi zu schweren Zusammenstößen gekommen.

Rund 400 Anhänger einer islamistischen Partei hätten nach dem Freitagsgebet versucht, das französische Generalkonsulat zu stürmen, sagte der ranghohe Polizist Pir Mohamed Shah. Drei Menschen seien verletzt worden. Darunter ist nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP auch einer ihrer Fotografen.

AFP-Fotograf schwer verletzt

AFP teilte mit, der pakistanische Fotograf sei schwer verletzt worden, er habe eine Schusswunde erlitten. Ein Polizeisprecher sagte, der Schuss sei aus den Reihen der Demonstranten gekommen. Demonstranten und die Polizei machten sich gegenseitig für die Schüsse verantwortlich. Die Polizei hatte zunächst mitgeteilt, Sicherheitskräfte hätten auf die Menge geschossen, dementierte das aber nach der Verwundung des Fotografen wieder.

Shah sagte, paramilitärische Truppen seien zur Verstärkung gerufen worden, um das französische Konsulat zu schützen. Unklar war, ob sich Personal in der diplomatischen Vertretung aufhielt.

Insgesamt gingen in Pakistan nach Polizeiangaben Hunderttausende Menschen gegen Mohammed-Karikaturen auf die Straßen. Islamistische Gruppen und Parteien hatten zu Protestmärschen aufgerufen.

Angebliche Beleidigungen des Propheten Mohammed haben in Pakistan schon häufiger zu gewaltsamen Protesten mit Toten geführt. Blasphemie kann nach pakistanischem Recht mit dem Tod bestraft werden.

Pakistans Premier kritisiert Mohammed-Karikatur

Der pakistanische Premierminister hatte die Veröffentlichung der Mohammed-Karikatur auf dem Titel von „Charlie Hebdo“ am Donnerstag kritisiert. „Meinungsfreiheit sollte nicht dazu genutzt werden, religiöse Gefühle zu verletzen“, sagte er. Das Parlament in Islamabad hatte die Mohammed-Karikatur einstimmig verurteilt.

Tausende Menschen demonstrierten in Algerien gegen „Charlie Hebdo“. Die Demonstrationszüge unter dem Motto „Wir sind alle Mohammed“ nach dem Freitagsgebet in der Hauptstadt Algier wurden nach Angaben von Augenzeugen von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet. Einige Demonstranten huldigten demnach auch den Attentätern von Paris und bezeichneten diese als „Märtyrer“.

Mehrere hundert Palästinenser demonstrierten in Jerusalem gegen die Mohammed-Karikatur. Wie die palästinensische Nachrichtenagentur Maan berichtete, versammelten sich die Menschen nach dem Freitagsgebet auf dem Tempelberg. Am Ende des Zuges soll Maan zufolge die französische Flagge verbrannt worden sein. Der Großmufti von Jerusalem hatte die neue Darstellung des Propheten zuvor verurteilt, sich aber auch gegen jede Form des Terrors ausgesprochen.

In der jordanischen Hauptstadt Amman verhinderte die Polizei am Freitag einen Protestmarsch gegen „Charlie Hebdo“, wie die jordanische Zeitung „Al-Ghad“ im Internet berichtete. Es sei zu Rangeleien mit der Polizei gekommen. Sicherheitskräfte hätten vier Demonstranten festgenommen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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