Obwohl Maskenpflicht besteht, wird diese Vorschrift von zahlreichen "Spaziergängern" ignoriert. Foto: Heimpel

Bereits zum fünften Mal trafen sich Gegner und Kritiker der Corona-Maßnahmen in Furtwangen zum "Montagsspaziergang", so wie in vielen anderen Städten.

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Furtwangen - In der vergangenen Woche war die Beteiligung mit 102 "Spaziergängern" bisher die höchste Zahl. Allerdings ist die Zahl von 90 Teilnehmern in dieser Woche bei kräftigem Regen nahe am Schneeregen beachtlich.

Polizei und Ordnungsamt der Stadt vor Ort

Pünktlich um 18 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Furtwanger Rathaus. Eine Viertelstunde später machten sie sich auf den Weg über die Gerwigstraße und die Lindenstraße zurück zum Marktplatz. Vor Ort waren auch die Polizei und Hermann Fengler vom Ordnungsamt der Stadt Furtwangen. Auch Bürgermeister Josef Herdner beobachtete das Geschehen.

Der Leiter des Furtwanger Polizeipostens, Gunter Feis, stellte abschließend auf jeden Fall fest, dass das ganze wieder ruhig und friedlich ablief. Neu war allerdings bei diesem fünften "Spaziergang" die vom Landratsamt angeordnete Maskenpflicht bei solchen Ansammlungen, auf die Polizei und Ordnungsamt die Teilnehmer dann auch in verschiedenen Gesprächen hinwiesen. Kurz vor Weihnachten hatte das Landratsamt des Schwarzwald-Baar-Kreises noch die neue Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht bei Ansammlungen erlassen. Vor allem als ­Reaktion auf diese Montagsspaziergänge hatte das Landratsamt darin angeordnet, dass bei Ansammlungen von mehr als zehn Personen auch im Freien, unabhängig vom eingehaltenen Abstand zueinander, grundsätzlich eine medizinische Maske getragen werden muss.

Von einer erhöhten Infektionsgefahr ist auszugehen

Besonders bei den unangemeldeten Ansammlungen sei zu beobachten, dass immer wieder bewusst oder unbewusst die Maskenpflicht missachtet oder Abstände untereinander falsch eingeschätzt werden. Deshalb sei von einer erhöhten Infektionsgefahr auszugehen, so die Begründung des Landratsamtes. Trotz dieser Anordnung trugen nur wenige der Teilnehmer eine medizinische Maske. Die Polizei, so Gunter Feis, beobachtete das Geschehen erst einmal, da diese Verordnung ja auch sehr neu sei. Gemeinsam mit Hermann Fengler sprachen die Polizeibeamten dann im Laufe des Zuges immer wieder einzelne Personen oder kleinere Gruppen auf diese neue Maskenpflicht an. Häufig wurde dann angegeben, dass sie von der Maskenpflicht nichts wüssten, was bei den Beamten doch etwas Erstaunen hervorrief. Dabei hätten die Teilnehmer teilweise dann eine Maske genutzt, andere hätten mit "wortlosem Unverständnis" dann ohne Maske die Veranstaltung verlassen, erklärte Feis. Hermann Fengler ergänzte, dass man die Teilnehmer auch darauf hingewiesen habe, dass beim nächsten "Spaziergang" bei Nichtbeachtung auch entsprechende Maßnahmen durch die Ordnungskräfte ergriffen würden.