Die Protestwelle der Landwirte schien abgeebbt. Doch weit gefehlt. In dieser Woche machen sich die Bauern auf nach Nagold.
Der Bauernprotest erreicht am kommenden Donnerstag den Nagolder Vorstadtplatz. Nach Informationen des Bauernverbands Nordschwarzwald-Gäu-Enz mit Sitz in Bondorf und ihrer Kreisgeschäftsführerin Sylvia Ewers werden die Schlepper am 25. Januar ab 13.30 Uhr aus Richtung Wildberg in die Marktstraße einfahren.
Die Stoßrichtung der am 14 Uhr auf dem Vorstadtplatz beginnenden Kundgebung ist klar: Der Protest richtet sich gegen die Streichung des Agrardiesels und der Kfz-Steuerbefreiung, wie es in der Einladung des Verbandes formuliert ist.
Gut 150 Schlepper werden erwartet
500 Teilnehmer sind für die Aktion angemeldet, berichtet der Nagolder Landwirt Markus Stollsteimer. Gut 150 Schlepper werden erwartet, sie dürfen vom Jugendhaus bis zur Volksbank in der Haiterbacher Straße einreihig stehen – immer mit der Maßgabe, die Rettungswege frei zu halten.
Als Redner auf der Kundgebung sind Uwe Wiedmaier von der Metzger-Innung, Rolf Berlin, Kreischef des Hotellerie und Gastronomieverbands Dehoga, Gerhard Fassnacht als Vertreter der Landwirte und Wilhelm Lohrmann von der Klostermühle Heiligenzimmern vorgesehen. Auch Nagolds OB Jürgen Großmann wurde als Redner angefragt, hat aber bisher nicht zugesagt.
Mit interessierten Bürgern ins Gespräch kommen
Ziel der Aktion soll dabei nicht die Blockade des Straßenverkehrs oder einer Verkehrsverbindung sein. Wie es in einem kurzen Schreiben von Markus Stollsteimer heißt, wolle man auf Nagolds zentralem Platz mit „interessierten Bürgern und anderen Berufsgruppen ins Gespräch“ kommen. Um das zu erleichtern, kümmern sich die Organisatoren auch um das leibliche Wohl der Gäste und Besucher der Aktion.
Andere Berufsgruppen unterstützen derweil die die Proteste der Bauern. Im Fall der Nagolder Aktion ist das laut Stollsteimer die Metzger-Innung Calw.