Nach der Proklamation wird der Narrenmarsch intoniert. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Eine große Menge an Zuschauern hatte sich zur Proklamation der Fasnet in Schonach eingefunden. Zum ersten Mal übernahm der neue Ozumei Robin Kienzler diese Aufgabe.

Nichts zu Meckern am Wetter hatten Geißenmeckerer und Narrenrat in Schonach beim Einläuten der Fasnet 2026. In der Raumschaft sind sie die Einzigen, die bereits am 11. November um 11.11 Uhr die Fasnet beginnen, da sie dem Verband oberrheinischer Narrenzünfte angehören.

 

Im Jahr eins nach dem langjährigen Ozumei Jonny Kienzler war Robin Kienzler, dem „Neuen“, die Proklamation der neuen Fasnet von der Treppe des Rebstock vorbehalten. Kaum hatte Peter Gehring die obligatorischen Salutschüsse abgefeuert, begann bei leicht unterkühltem Kaiserwetter die Zeremonie. Eine große Menge hatte sich eingefunden, verstärkt von rund 30 Jungen und Mädchen des Kindergartens.

Ein Feiertag sei der 11. November für die Schonacher Narren, betonte der Ozumei bei seiner ersten Proklamation, bei der er – das auch bei ihm recht sperrige Motto „Die neie Vorständ´ sin auserkore, wiä griä sin se wohl hinter de Ohre“ verkündete. Man wird es erleben. Er freue sich, so der Ozumei, dass er erstmals drei Triberger Bürgermeister begrüßen dürfe – den aktuelle Gallus Strobel, den neu gewählten Sven Ketterer sowie den der Oberstadt, Matthias Klausmann.

Ausfahrt nach Ortenberg

Wieder konnte er „die üblichen Verdächtigen“ Batzenwecken-Ordensträger wie Tribergs Bürgermeister-Stellvertreter Reinhard, „de Rote Buur“ Lukas Duffner oder Hochwürden Andreas Treuer und viele weitere Ordensträger willkommen heißen.

Der „Schwarze Geißenmeckerer“ ist in diesem Jahr Marcel Burger. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Auch Narrenvogt Berthold Nopper hatte sich eingefunden und übernahm die Ehrungen. Für elf Jahre wurden der neue erste Zunftmeister Daniel King sowie Manuel Hipp (per Videocall aus Bali zugeschaltet) geehrt, seit 22 Jahren sind Armin Burger und Mike Spinner im Narrenrat. Jonny Kienzler wurde – auf einstimmigen Beschluss – zum Ehren-Ozumei ernannt.

Ehrungen und Aufnahmen der Azubis, heuer erstmals durch Oberzunftmeister Robin Kienzler (rechts): (von links) Daniel Lukas King, Tristan Zolnaj, Armin Burger, Jakob Ringwald, Denis Zolnaj, Ehren-Ozumei Jonny Kienzler, Marcel Burger, Mike Spinner und Kim Schilli. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Sechs Azubis für den Narrenrat gibt es mit Tim Schilli, Marcel Burger, Jakob Ringwald, den Brüdern Denis und Tristan Zolnaj und Paul Kienzler. Im Anschluss an die Eröffnung gab es wieder eine der berüchtigten Ausfahrten, organisiert von Uwe Kammerer. Sie führte in diesem Jahr nach Ortenberg ins Narrenmuseum.