„Your Voice – Your Choice“: Unter diesem Motto verwirklichten Hebelschüler der Klassen 5 bis 10 insgesamt 24 Projekte verschiedenster Art.
Die Ergebnisse der Projektwoche präsentierten die Schüler am vergangenen Mittwochnachmittag ihren Eltern.
Diese kamen in großer Zahl, machten sich ein Bild von der lebendigen Gemeinschaftsschule und der Vielfalt an Themen, denen sich die Schüler an vier Schultagen gewidmet hatten – wobei der Begriff „Schultage“ nicht auf alle Projekte zutraf.
So legten Schüler etwa bei der „Wanderwoche“ durch die nähere Umgebung 48 Kilometer zurück, es gab ein „Survival Camp“ im Wald und die Erkundung von Städten aus der Umgebung.
Eine Gruppe erforschte Pflanzen und Tiere des Waldes und baute eine Sitzbank, andere schufen 11 großformatige künstlerische Plakate, die nun etliche Schultüren schmücken.
Dazu kamen handfeste praktische Projekte wie ein frischer weißer Anstrich für Umkleidekabinen, Schulküche und das Lern- und Entspannungsforum der Ganztagsschule – für das Forum wurden am Präsentationstag Ideen zur Gestaltung der nun weitestgehend nackten weißen Wände gesammelt.
Sport, Urban Art und Feuerwehr waren einige der Themen
Dank des Engagements der Schüler erhielt der Lern- und Pausenort Dachterrasse einen zweiten Loungebereich mit Beschattung, hübsch dekoriert mit Ketten aus Muscheln, Steinen und Glasperlen.
Weitere Projekte widmeten sich antiken Sportarten der Olympiade, Urban Art oder der Feuerwehr. Schulisch aufbereitet wurde das Ganze dann durch Dokumentationen, Zeichnungen, Fotos, Diaschau oder Videos.
Ein Projekt trug den nüchternen Titel „Effektiv Lernen für die Prüfung“. „Nächste Woche beginnen die Abschlussprüfungen“, erzählte die stellvertretende Konrektorin Christine Aniol. Sie organisierte zusammen mit Jonas Scheible die Projektwochen und findet: „Die Schüler haben sich sehr selbstwirksam gefühlt“.
Über 30 Kinder und Jugendliche der Klassen 5 bis 10 leiteten die insgesamt 24 Projekte mit oder übernahmen als Gruppenleiter alleine die Verantwortung.
Schüler leiten in eigenen Projekten andere an
Aniol freut sich darüber, dass sämtliche im Vorfeld eingeholten Projektvorschläge der Schüler verwirklicht werden konnten. Ganz wichtig findet sie noch etwas: Hier konnten Schüler einmal in die Rolle des Experten schlüpfen, andere sammelten ganz neue Erfahrungen.
Überwiegend waren die Projektgruppen der aktuell 400 Schüler starken Gemeinschaftsschule altersgemischt.
Zu den Ausnahmen davon gehörte das Projekt „Freundschaft“ mit den beiden Schulsozialarbeiterinnen und Schülerinnen der Klassenstufen 6 und 7. Themen waren die Bedeutung von Freundschaft und auch Streitschlichtung. „Die Gruppe war offen für alle, aber es kamen ausschließlich Mädchen“, erzählte Schulsozialarbeiterin Juliane Puntschuh.
Ringervorführung mit „Mördergriff“
Friedlich verlief die Ringervorführung, trotz „Mördergriff“. „Keine Ahnung, warum der Griff so heißt“, sagte die junge Ringerin im TSV Kandern dazu. Da das Wetter an diesem Nachmittag nicht so recht mitspielte, wurden alle Aktivitäten, auch die sportlichen, ins Innere der Schule verlegt.
In der Sporthalle probierten Kinder und Jugendliche aus, wie hoch sie springen können, bewältigten einen Parcours aus Sportgeräten und hatten Spaß bei verschiedenen Ballsportarten. Deutlich ruhiger ging es zu beim Projekt „Achtsamkeit“, mit Traumreisen, Kopfmassagen und dem Anfertigen knautschiger „Stress-Säckchen“. Alles in allem zeigte die Hebelschule einmal mehr, wie vielfältig es hier zugeht. Das schätzt auch der Schulförderverein, dessen Vertreter in der Aula für Snacks und Getränke sorgten.