Eine Skizze vermittelt den Räten einen ersten Eindruck, wie sich das Areal entwickeln könnte.Foto: STEG Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Projektentwicklung zieht potenziellen Mieter an / Räte haben Aufenhaltsqualität im Blick

Vöhringen. Positive Neuigkeiten zur Projektentwicklung auf dem südlichen Teil des Hofäckerareals wurden bei der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentiert. Nach intensiver Suche ist es gelungen, einen potenziellen Mieter zu finden, der starkes Interesse am Betrieb einer Tagespflegeeinrichtung bekundet.

Im nichtöffentlichen Sitzungsteil hatten die Gemeinderäte bereits Gelegenheit, ihn und sein Betriebskonzept per Videokonferenz kennenzulernen. Seine Identität durfte öffentlich noch nicht preisgegeben werden, doch Projektleiter Götz Hofmann von der STEG Stadtentwicklung stellte den entsprechend weiterentwickelten Rahmenplan zwecks Abstimmung mit dem Gemeinderat vor.

Anstatt einer Lage näher am Ärztehaus bevorzuge der Interessent die Nähe der Tagespflege zum Kindergarten Friedrichstraße und zum Ortskern. Hofmann betonte, die Planung müsse für den Nutzer wirtschaftlich sein. Anzustreben sei eine ortsübliche Miete. Die südliche Teilfläche des Hofäckerareals soll in zwei Bauabschnitten entwickelt werden.

Im ersten Abschnitt sei die Tagespflege mit etwa 18 Plätzen auf 350 Quadratmetern im Erdgeschoss vorgesehen, mit Erweiterungsmöglichkeiten in nördlicher Richtung oder im ersten Obergeschoss. 32 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen kämen in drei Gebäuden mit je drei Vollgeschossen hinzu. Sie sollen um einen Innenhof angeordnet werden, der auch für Sommerfeste, sonstige Veranstaltungen oder Auftritte des Kindergartens genutzt werden könnte. Etwa 43 Stellplätze in einer Tiefgarage und 13 ebenerdige Stellplätze sind vorgesehen.

Für die vielfach von den Räten geforderte Aufenthaltsqualität im Quartier sollen der geschützte, aber öffentlich zugängliche Gemeinschaftshof mit Sitzmobiliar, fußläufige Verbindungen Richtung Ärztehaus und Ortsmitte und die eventuelle Anlage einer Boule-Bahn sorgen. Würden auf dem zweiten Bauabschnitt ein anstatt zwei Gebäude errichtet, bliebe noch Raum für einen kleinen Park oder Garten mit Pavillon.

Skizzen und Lagepläne vermittelten einen ersten optischen Eindruck, waren aber als vorläufig anzusehen. Bürgermeister Stefan Hammer sagte, er sei gespannt auf die Reaktionen des Gremiums.

Andrea Kopp (CDU) empfand die Verbindung von betreutem Wohnen und Tagespflege als Kombination, die mit Leben erfüllt werden könne. Sie schlug vor, die Investoren sollten ihrer Bewerbung ein innovatives, nachhaltiges Energiekonzept beifügen.

Andreas Haberer (FWV) sah eine große Chance für den Aufbau einer Nahwärmeversorgung im Ortskern, die auch den Kindergarten Friedrichstraße, das Rathaus und das vorhandene Seniorenheim einbeziehen könnte. Thomas Schmidt (FBV), der mit seiner Arztpraxis von der Mühlbachstraße ins Gesundheitszentrum umziehen wird, freute sich über die aktuellen Fortschritte, würde sich aber die Tagespflege näher an diesem Gebäude wünschen, anstatt sie im rückwärtigen Bereich zu platzieren.

Thea Hoh (CDU) fände es schöner, wenn mindestens ein Teil der Parkplätze vom Innenbereich an die Hof­äckerstraße verlagert würde. Hofmann betonte jedoch, wie wichtig ein überdachter Zugang zu den Stellplätzen für die Tagespflege sei. Kornelia Ullmann (FBV) wünschte sich eine Durchmischung von Wohnungen für Ältere und Jüngere.

Für die weitere Planung und Investorensuche erbat sich Hofmann eine einheitliche Marschrichtung vom Gemeinderat. Eine Auswahl zwischen mehreren Bauträgern halte er für wahrscheinlich. Bewerten und entscheiden müsse der Gemeinderat, nachdem sich die Investoren präsentiert haben. Den Satzungsbeschluss empfehle er erst nach der Investorenauswahl, um noch auf Änderungswünsche reagieren zu können.

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