Ortsvorsteher Gerhard Röhner stellt das Bauprojekt in der Gartenstraße vor. Foto: Stöhr

Der Ortschaftsrat warf in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr einen Blick auf 2022. Zugleich wurden künftige Vorhaben besprochen.

Dornhan-Marschalkenzimmern - Ortsvorsteher Gerhard Röhner begrüßte das Gremium und zahlreiche Besucher. Bei den Einwohnerfragen ging es unter anderem um nicht funktionierende Lampen im Ort. Dies sei ein Ärgernis, das schon mehrfach bei der Stadt angemahnt wurde, sagte der Ortsvorsteher.

Dorffest der Höhepunkt

Das vergangene Jahr war für Marschalkenzimmern ein gutes, sagte Röhner. Die beantragten Maßnahmen konnten fast alle umgesetzt werden. Höhepunkt war das Dorffest mit der Einweihung der neuen Ortsmitte und des Kindergartens. Mit viel Publikum wurde gefeiert, erinnerte Röhner und zeigte per Beamer beeindruckende Bilder des kürzlich verstorbenen Stadtfotografen Klaus Kretschmann.

Dieser habe mit Kamera und Drohne alles dokumentiert und die einzelnen Bauabschnitte festgehalten. Auch das Baugebiet "Ochsengarten" sei mittlerweile fast fertig. Im Frühjahr könne gebaut werden. Außerdem wurde der Außenanstrich an der Halle erneuert und eine neue Stütze eingesetzt. "Wir können sehr zufrieden sein", so das Resümee.

Neue Projekte im Visier

Für das neue Jahr habe man die Sanierung der Friedhofsmauern sowie den Weg zu den Urnengräbern beantragt. Die Sanierung des Vereinshauses werde wohl erst 2024 verwirklicht werden können.

Die größte Maßnahme ist der zweite Abschnitt "Im Angel". Hier seien 2023 Wasser und Kanal an der Reihe. Ob die Mittel auch für die vom Sportverein beantragte Umrüstung auf LED ausreichen, sei dagegen eher fraglich. Mit der Erweiterung der Grundschule Marschalkenzimmern-Weiden steht aufgrund der Schülerzahlen eine weitere "notwendige Maßnahme" an.

Vorhaben stößt auf geteilte Meinungen

Einiges an Diskussionsbedarf gab es bei den Bausachen. Das geplante Bauprojekt in der Gartenstraße 7 stieß auf geteilte Meinungen. Mehrere Ortschaftsräte waren der Ansicht, das Bauvorhaben sei "viel zu groß".. Auch wurde angeregt, dass Bauvorhaben, die nicht vollständig sind, nicht genehmigt werden sollten.

Die Entscheidung werde in der nächsten Sitzung fallen, kündigte Röhner an, der das Projekt, zumindest eines der geplanten Häuser, ebenfalls für "grenzwertig" hielt. Zum Abschluss informierte der Ortsvorsteher zu den Einwohnerzahlen. Diese lagen zum Jahresende 2022 bei 1016, wobei die gestiegene Zahl auf den Zuzug von über 20 ukrainischen Flüchtlingen zurückzuführen sei. Die Geburtenzahlen sind 2022 (6) im Vergleich zum Vorjahr (19) gesunken.