Der Projektchor nahm die Zuhörer in der Petruskirche in Steinen mit auf eine musikalische Reise, die vom Folk über Countryklänge bis hin zu spirituellen Gospelstücken reichte. Dafür gab es langanhaltenden Applaus. Foto: Barbara Hauß

Unter dem Leitmotiv „Everlasting Hope“ gestalteten der „Projektchor & Friends“ in der Petruskirche in Steinen ein Konzert

Angelockt vom Ruf des Projektchors unter der Leitung von Anja Maurer füllten zahlreiche Besucher die Petruskirche in Steinen bis auf die Empore. Gleich zu Beginn zog der Chor mit dem einladenden Lied „Get Together“ ein. Pfarrer Ingo Maurer, zugleich Tenor im Ensemble, begrüßte die Gäste und erinnerte an das fünfjährige Bestehen des Chors. Er betonte den besonderen Charakter eines Gospelkonzerts als Musikgottesdienst, bei dem neben der Freude an der Musik auch das Lob Gottes im Mittelpunkt steht.

 

Musikalisch präsentierte sich das Ensemble vielseitig: Während frühere Gospelprogramme stärker von Pop- und Rockelementen geprägt waren, lag der Schwerpunkt diesmal auf Folk, Country und Spirituals. Vor allem irische Einflüsse sorgten für ein mystisch-tänzerisches Klangbild und eine sehnsuchtsvolle Stimmung. Für das authentische keltische Hörerlebnis sorgten insbesondere Michele Becker (Querflöte), Raja Brehm (Violine) und Thomas Gerspach (Schlagzeug).

Botschaft der Hoffnung in Musik und Texten

Die sorgfältig ausgewählten Lieder, ergänzt durch Instrumentalbeiträge und kurze geistliche Impulse, vermittelten eine klare Botschaft: Hoffnung besteht auch in schwierigen Zeiten, getragen durch den Glauben an Jesus Christus. Chorleiterin Anja Maurer dirigierte mit spürbarer Freude und Energie, die sich hörbar auf Chor, Band und Publikum übertrug.

Die Wortbeiträge von Bettina Küster und Alexandra Wetteskind griffen zentrale Themen wie Liebe, Gnade und die Nähe Gottes auf – besonders im Hinblick auf die jüngste, kurz zurückliegende Karwoche.

Neben dem homogenen Chorklang überzeugten auch zahlreiche Solisten aus den eigenen Reihen.

Solisten setzen stimmungsvolle Akzente

Elliot Ramos beeindruckte mit seinem warmen Bariton und einfühlsamen Interpretationen, die er selbst auf der akustischen Gitarre begleitete. Tanja Haas berührte mit „Meine Hoffnung ist hier“ und weiteren Soli durch ihre voluminöse, samtige Stimme. Tabea Gross und Carmen Saporito glänzten sowohl mit solistischen Beiträgen als auch mit engen Harmonien in Duetten und Trios. Einen weiteren Höhepunkt setzte Heidrun Trinler, die bei „O Happy Day“ mit ihrer kraftvollen Sopranstimme begeisterte.

Das hohe musikalische Niveau der Band zeigte sich besonders in den markanten improvisatorischen Elementen. Michael Steiger setzte an der E-Gitarre mitreißende Akzente, während Michael Gross am E-Bass und Kontrabass für ein solides Fundament sorgte. Am Piano beherrschte Micha Habel alle Stilrichtungen mit einer imponierenden Präzision und Lockerheit. Axel Kriechbaum verlieh vielen Stücken mit seinem Cello eine fast menschlich anmutende, warme Stimme, die die Besucher begeisterte. Für die perfekte Tontechnik sorgte Johannes Masuch.

Am Ende wurde deutlich, was die Konzerte des Projektchors auszeichnet: ein durchdachtes Gesamtkonzept, bei dem Musik, Texte und Arrangements einem gemeinsamen Leitgedanken folgen. Die zentrale Botschaft der „ewigen Hoffnung“ zog sich wie ein roter Faden durch den Abend und fand ihren Abschluss in einem Lied, das die Zusage Jesu aufgreift: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Diese frohe Botschaft nahmen die Zuhörer mit Freude auf und dankten allen Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus.