Unter Anleitung von Naturschutzwart Peter Armbruster (Schwarzwaldverein, Vierter von links) arbeiteten die Viertklässler der Wolftalschule Hand in Hand. Zum Abschluss des gemeinsamen Projekts zeigten alle Gesichter zufriedene Züge angesichts der fertiggestellten Nistkästen für Vögel. Foto: Haas

Rund vier Dutzend Häuschen sind geplant im Rahmen des Naturschutzprojekts, das die Wolftalschule Oberwolfach in Kooperation mit dem Schwarzwaldverein umsetzt.

Mit einem „Hurra“ der Viertklässler von der Wolftalschule ging vergangenen Donnerstag der erste Nistkasten „vom Band“. Gefertigt wurden diese im Rahmen eines Schulprojekts zum Thema Naturschutz, das in Kooperation mit dem Schwarzwaldverein Oberwolfach realisiert wurde. Nach und nach erhöhte sich die Anzahl der aus Douglasienholz gefertigten Nistkästen in flottem Tempo auf 13.

 

Begleitend dabei waren Alina Rösiger als Fachreferendarin für Werken an der Wolftalschule und als arbeitstechnische Leiter des Projekts der langjährige Naturschutzwart des Oberwolfacher Schwarzwaldvereins, „Hape“ Peter Armbruster. Wenn in den nächsten Tagen auch der Restbestand an Einzelteilen zusammengefügt ist, werden vier Dutzend Nistkästen entstanden sein, heißt es. Sie werden vorwiegend entlang des vor gut 30 Jahren installierten „Vogelwegs“, auch als Wolftal-Promenade- und Radweg bekannt, zwischen den Ortsteilen Kirche und Walke die alten Brutstätten für Singvögel ersetzen.

Günstige Gruppengröße sorgt für zügiges Arbeiten

Am Donnerstag war nur die halbe vierte Klasse anwesend, weil der Rest innerhalb eines weiteren Schulprojekts der Naturparkschule unterwegs war. So konnten vorweg drei überschaubare Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich nicht im Wege standen. Sie alle erhielten sorgfältig durchdachte und von Armbruster exakt vorbereitete Arbeitsvorrichtungen und Schablonen, um zügig gezielte Arbeitsschritte selbstständig bewerkstelligen zu können. Natürlich gab es einführend noch kurze Grundkurse, zum Beispiel bezüglich Messens, Bohrens, Schleifens und Schraubens, damit alles im zeitlichen Rahmen ohne Leerlauf funktionierte.

Entsprechend des Stundenplans waren wechselweise helfend die Fachlehrerinnen mit dabei. Auch die interessierte Schulleitung schaute zwischendurch vorbei. Bereits im Vorjahr hatte Armbruster das Projekt mit Blick auf den erforderlichen Materialbedarf noch mit dem ehemaligen Bauhofleiter Martin Klausmann in die Wege geleitet. Zuletzt erhielt er durch Martin Sum (Bauhof) handwerkliche Unterstützung.

Da er als Naturschutzwart des Schwarzwaldvereins in der Nachfolge Gerhard Fegers seit Anbeginn auch in die Pflege des „Vogelwegs“ eingebunden ist, hat er das Konzept mitsamt den Informationstafeln mit Interesse begleitet. Regelmäßig fanden mithilfe von Klaus Schoch und „Didi“ Eugen Dieterle Nistkasten-Aktionen statt. Zudem sorgten Pflegeeinsätze dafür, das Areal immer wieder auf Vordermann zu bringen.

Verschiedenste Vögel nutzen die Kästen

Alljährlich war eine große Putzaktion angesagt. Dabei freuten sich die Initiatoren sowohl über die hohe Frequentierung wie auch die Vielfalt der Nistgäste. Demzufolge wurden aktuell auch Einfluglöcher mit 35 Millimetern Umfang gewählt. Gerade für die besonders oft anzutreffenden Blau-, Kohl- und Tannenmeisen erweise sich das als Vorteil.

Abschließend konnte Armbruster den Lehrerinnen Alina Rösiger und Nadine Harter noch einige hilfreiche Materialien an die Hand geben. Dazu zählte ein genauer Plan des Vogelwegs mit den einzelnen Nistkästen und Infotafeln. Hinzu kam eine detaillierte Auflistung und Informationsmappe der zu erwartenden und über Jahre beobachteten „Nistkastenbewohner“, um das Thema im Unterricht weiter zu vertiefen. Sichtbarer Ausdruck der Freude: Die Bastler durften sich zum Abschluss noch auf der Innenwand der Nistkästen verewigen.

Der Vogelweg

Der verstorbene Naturschutzwart Gerhard Feger hatte vor 20 Jahren dem Vogelweg nicht nur seinen Namen gegeben, sondern ihn auch mit Infotafeln und Nistkästen bestückt.