Die Lahrer Schüler waren in Dole zu Besuch. Dabei wurden verschiedene Modelle umgesetzt. Foto: Gewerbliche Schule Lahr

Die Gewerbliche Schule Lahr und das Lycée Jacques Duhamel in Dole haben für ein Gartenfestival in der Saline Royale von Arc-et-Senans bis zu zwei Meter große Tiere kreiert.

Ein außergewöhnliches deutsch-französisches Projekt verbindet derzeit die Gewerbliche Schule Lahr mit ihrer Partnerschule, dem Lycée Jacques Duhamel in Dole. In der Stadt im Osten Frankreich wohnen aktuell rund 25 000 Einwohner. Bereits seit dem Jahr 1962 besteht eine Städtepartnerschaft mit Lahr.

 

Insgesamt 49 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an dem aktuellen Projekt: Vom Lycée Jacques Duhamel in Dole nehmen acht Technik- und 14 Designstudenten teil, von der Gewerblichen Schule Lahr insgesamt 27 Technikerschüler. Unterstützt werden sie bei ihrer Arbeit von jeweils vier Lehrkräften aus den beiden Städten.

Figuren sollen mindestens fünf Jahre bleiben

Für das Gartenfestival 2026 in der Saline Royale von Arc-et-Senans (siehe Info) entwarfen die Schülerinnen und Schüler eine Serie großer Insektenskulpturen, die künftig die Gartenanlagen der historischen Anlage schmücken. Das jährlich laufende Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Insektenwelt“.

Ziel des Projekts ist es, überdimensionale Insekten zu gestalten, die beim Publikum den Eindruck echter Tiere hervorrufen sollen – obwohl sie aus einfachen, zerlegbaren Plattenelementen bestehen, wie die Gewerbliche Schule Lahr in einer Pressemitteilung informiert. Die Skulpturen dürfen demnach bis zu zwei Meter groß werden und sollen mindestens fünf Jahre im Außenbereich bestehen. Gefertigt werden sie aus den Verbundmaterialien Alucobond und Dibond. Neben Stabilität und Witterungsbeständigkeit müssen die Konstruktionen ihr Eigengewicht tragen, im zerlegten Zustand wenig Platz benötigen und selbstverständlich die Sicherheit der Besucher gewährleisten. Gleichzeitig soll ein spielerisches und gut erkennbares Design entstehen.

Das Foto zeigt das Modell einer Gottesanbeterin. Foto: Gewerbliche Schule Lahr

Den Auftakt bildete ein erstes Arbeitstreffen in Lahr im Januar. In sieben deutsch-französischen Teams entwickelten die Schülerinnen und Schüler damals jeweils zwei Insektenmodelle. Darunter waren eine Gottesanbeterin, eine Heuschrecke und ein Nashornkäfer, teilt die Gewerbliche Schule Lahr im Weiteren mit. Grundlage für diese Modelle waren demnach Zeichnungen der Doler Designstudenten.

14 Entwürfe wurden ausgewählt

Die verschiedenen Teams analysierten mögliche Herstellungsverfahren wie Schichtbauweisen oder Stecksysteme, entwickelten vereinfachte Konstruktionen und fertigten schließlich insgesamt 14 Modelle, die in einer Abschlusspräsentation vorgestellt wurden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Aus diesen insgesamt 14 präsentierten Entwürfen hat die Festivalorganisation dann einige ausgewählt. Beim Gegenbesuch vom 9. bis 13. März in Dole haben die Schülerinnen und Schüler die von der Jury ausgewählten Modelle letztlich umgesetzt.

Hintergrund

Die Saline Royale von Arc-et-Senans, seit 1982 Unesco-Welterbe, gilt als Meisterwerk des Architekten Claude-Nicolas Ledoux und als bedeutendes Beispiel früher Industriearchitektur. Beim Gartenfestival 2026 werden dort laut Mitteilung der Gewerblichen Schule erstmals die riesigen Insekten aus deutsch-französischer Zusammenarbeit zu sehen sein.