Beim angehenden Projekt „Ortsmitte für Alle“ spielt auch die Flüchtlingsunterkunft Sonne gegenüber dem Rathaus in der Reinerzaustraße eine Rolle. Foto: Herzog

Die Gemeinde plant ein neues Projekt, bei dem die Bürgerschaft beteiligt werden und aktiv mitwirken soll. Als Ziel steht eine „Ortsmitte für Alle“.

Bürgermeister Bernd Heinzelmann informierte in der Sitzung des Gemeinderats von Überlegungen des Ratsgremiums seit geraumer Zeit, wie zukünftig mit der Ortsmitte von Schenkenzell umgegangen werden soll. Unter der Ortsmitte verstehe er den Bereich rund ums Rathaus mit dem ehemaligen Gasthaus Ochsen in der Reinerzaustraße bis zur Kreuzung Bundesstraße 294.

 

Ideen und Potenziale wolle die Gemeinde aber einer Beteiligung der breiten Bürgerschaft angehen und später in eine folgende Planung einbeziehen. Deshalb habe die Verwaltung beschlossen, unter dem Slogan „Gemeinsame Zukunft Schenkenzell: Ortsmitte für Alle“ ein Projekt anzustoßen mit dem vorrangigen Ziel, die Ortsmitte Schenkenzells attraktiv für die Zukunft zu gestalten, schilderte der Bürgermeister.

Wichtig sei dabei, möglichst viele Personen- und Interessensgruppen zu beteiligen, die sich mit Ideen einbringen können. Es seien bereits verschiedene Personen aller Altersgruppen, die teilweise mittels Losverfahren ausgewählt worden seien, angeschrieben und eingeladen worden. Ebenso Institutionen, die einen möglichst breiten Querschnitt der Gemeinde und des gemeindlichen Lebens abbildeten. „Ich habe hierzu schon positive Rückmeldungen erhalten, aber noch keine Absagen“, berichtete Heinzelmann freudig.

Erster Gesprächsabend Ende März

Zum Auftakt werde Ende März ein erster Gesprächsabend mit den eingeladenen Personen stattfinden. Im Projekt mit dabei sei Gabi Eckert von der Fachberatung Quartiersentwicklung im Gemeindenetzwerk Bürgerengagement des Landessozialministeriums, die beratend und leitend zur Seite stehen werde. Eckert habe ihre Arbeit vorab schon einmal im Gemeinderat vorgestellt, der dies positiv bewertet habe. Jetzt sei es an der Zeit, das Vorhaben in die Öffentlichkeit zu tragen. „Heute ist praktisch der offizielle Startschuss. Aus dieser interessanten Geschichte können sich später noch weitere Projekte entwickeln“, zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich.

Ratsmitglied Michael Rempp bemängelte, bei den Einladungen seien die angeschriebenen Personen nicht um eine Rückmeldung gebeten worden. So könne es passieren, dass sich manche nicht melden, und dann sei es nicht möglich, eine Ersatzperson zu finden, befürchtete Rempp. Eine Beschlussfassung war nicht erforderlich.