Der Traubeplatz in Nagold besteht im Prinzip aus dem größeren unteren und einen kleineren oberen Platzbereich. Foto: Heiko Hofmann

Nagolds Pläne, den Traubeplatz neu zu gestalten, bekommen frischen Rückenwind aus Stuttgart. Das Land unterstützt das Projekt mit erheblichen Mitteln.

Das gesamte Quartier steht in Nagold bekanntlich auf der Planungs-Agenda. Nicht nur der Traubeplatz, auch die Bahnhofstraße mit den abzweigenden Straßen Neue Straße und der Leonhardstraße bis hin zum Areal rund um den Gerichtsplatz ist in der Entwicklungsphase.

 

Dies geschieht auch in Nagold gerne mit Mitteln der Städtebauförderung, die es auch privaten Anliegern ermöglichen, in ihre Gebäude zu investieren.

Der Traubeplatz ist nur ein Teil des Gesamtprojekts, wenn auch ein wichtiger. Schließlich bieten Plätze stets Potenzial für Aufenthaltsqualität in den Quartieren.

Zusätzliche Förderung

Mit Mitteln der klassischen Städtebauförderung rechnet man also bereits in Nagold. Die gute Nachricht nun aus Stuttgart: Es gibt eine zusätzliche Förderung für den neuen Traubeplatz. Und die fällt mit 942 000 Euro durchaus beachtlich aus.

Soziale Integration im Quartier (SIQ) nennt sich das spezielle landeseigene Investitionspaket, von dem Nagold nun als eine von 25 Kommunen profitieren soll. Das gab das Land am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt. Insgesamt stellt das Land über diesen Topf diesmal 15 Millionen Euro bereit – mit fast einer Million Euro gehört Nagold zu den mit am üppigsten bedachten Städten.

„Mit dem landeseigenen Investitionspakt stärken wir gezielt unsere Stadt- und Ortskerne, damit sie lebendig und zukunftsfähig bleiben“, teilte die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi unter anderem mit. Der Schwerpunkt des Programms liegt eigentlich in der Kinderbetreuung. Mit den 15,4 Millionen Euro fördert das Ministerium zum Beispiel den Neubau von Kindertagesstätten, den Bau und die Modernisierung von Gemeinschaftshäusern, Mediatheken oder Vereinsräumen, aber auch Spielplätze in städtebaulichen Erneuerungsgebieten.

Urbane Spielfläche

In dieses Gesamtbild passt offensichtlich auch die Erneuerung des Traubeplatzes, unter anderem gibt es für diesen Bereich auch die Idee einer innerstädtischen urbanen Spielflächen, wobei die eigentliche Planung noch gar nicht steht.

Die Stadt Nagold hat die Bewilligung im zweiten Anlauf erreicht. „Das versetzt uns finanziell in die Lage, die Neugestaltung des Traubeplatzes weiter voranzubringen“, erörtert die Pressestelle der Stadt Nagold auf Nachfrage der Redaktion.

Zum Projekt selbst erklärt die Stadt: „Wir wollen ganz bewusst den Traubeplatz, der im Grunde genommen aus zwei Plätzen besteht, aus seiner Hinterhof-Situation herausholen und als wichtigen Trittstein zwischen Innenstadtquartier und dem Bahnhofsstraßenquartier begreifen.“

„Im intensiven Dialog“

Gleichzeitig wolle man mit der Neugestaltung für die Anwohner das Wohnungsumfeld attraktiver machen und die Aufenthaltsqualität stärken. Nagolds Pressesprecherin Julia Glanzmann ergänzt dazu: „Wir befinden uns bereits in einem intensiven Dialog mit den Bewohnern und Eigentümern des Traube-Areals. Nun können wir die Grobplanung verfeinern und finalisieren.“

Die Freude in der Stadtverwaltung sei jedenfalls groß, in dieses zusätzliche Förderprogramm aufgenommen worden zu sein. Weiter heißt es: „In der Bewilligung kann man durchaus die Anerkennung der Landesregierung dafür sehen, dass sich die Stadt Nagold seit Jahren sehr darum bemüht, ihre Innenstadt lebendig zu halten und diese weiterzuentwickeln.“

Nagold ist die einzige Kommune aus dem Kreis Calw, die diesmal aus dem Förderprogramm SIQ Mittel erhält. Auf Nachfrage erörtert Glanzmann, dass man mit der Höhe der Summe „zufrieden“ sei, da die Förderung ja zur Städtebauförderung hinzukomme.