Die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken (Dritte von rechts) und der Landtagsabgeordnete Florian Wahl (Zweiter von links) beim Besuch der Emilia-Pflege-Wohngemeinschaft in Nagold. Foto: Ansgar Wörner

Die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken und der Landtagsabgeordnete Florian Wahl besuchten gemeinsam die Emilia-Pflege-Wohngemeinschaft der Stiftung Innovation & Pflege in Nagold.

Bei einem gemeinsamen Besuch der Emilia-Pflege-Wohngemeinschaft der Stiftung Innovation & Pflege in Nagold haben kürzlich die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken und der Landtagsabgeordnete sowie Vorsitzende des Sozialausschusses Florian Wahl die Bedeutung ambulant betreuter Wohngemeinschaften als zukunftsweisende Alternative zum klassischen Pflegeheim hervorgehoben.

 

Die Stiftung betreibt in Baden-Württemberg insgesamt sieben dieser Wohngemeinschaften. Diese Wohnform ermöglicht pflegebedürftigen Menschen ein Leben in einem familiären, unterstützenden Umfeld und individuelle Betreuung – Aspekte, die immer mehr an Relevanz gewinnen und die Pflege nachhaltig bereichern.

„Solche Wohngemeinschaften bieten eine wertvolle Alternative zur stationären Pflege und tragen wesentlich dazu bei, dass Pflegebedürftige in einem vertrauten, familienähnlichen Umfeld leben können“, betonte Saskia Esken.

Mehr Unterstützung für solche Wohnformen angestrebt

Florian Wahl zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Mitarbeitenden und den individuell zugeschnittenen Betreuungsansätzen: „Hier wird Pflege gelebt, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und auf seine Bedürfnisse eingeht. Es ist unser Ziel, diesen Wohnformen mehr Unterstützung zu geben.“

Im Gespräch mit der Stiftung wurde jedoch deutlich, dass Träger dieser Wohnform über eine finanzielle Benachteiligung im Vergleich zu stationären Einrichtungen klagen. Eine Anfrage von Florian Wahl im Juli im Landtag ergab nach eigener Aussage, dass zwar seit 2015 399 solcher Wohngemeinschaften im Land entstanden sind, die Förderung auf Landesebene jedoch weiterhin unzureichend ist.

„Pflegesystem, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert“

Esken und Wahl forderten daher, dass das Land seiner „Pflicht zur Investitionskostenfinanzierung endlich vollumfänglich nachkommt“. Dies würde nicht nur die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen reduzieren, sondern die ambulant betreuten Wohngemeinschaften für mehr Menschen zugänglich und bezahlbar machen.

„Wir brauchen ein Pflegesystem, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert“, so Esken und Wahl abschließend. „Ambulant betreute Wohngemeinschaften sind ein wichtiger Baustein für die Pflege der Zukunft, und wir werden uns weiterhin auf Bundes- und Landesebene dafür einsetzen, die Weichen in Richtung einer zukunftssicheren und menschenorientierten Pflege zu stellen.“