In einem ersten Schritt soll im Rahmen des Sanierungsprojekts „Ortsmitte Mariazell“ die Pfarrgasse und der Rathausplatz saniert werden. Dazu gehört der Abbruch des ehemaligen Schwesternhauses (Hintergrund-Mitte). Foto: Herzog

Der Ausbau der Pfarrgasse und die Neugestaltung des Rathausplatzes rücken näher und näher.

Bei der städtebaulichen Erneuerung des Sanierungsgebiets „Ortsmitte Mariazell“ soll als erstes der Teilbereich Pfarrgasse und Rathausplatz ausgebaut und neugestaltet werden.

 

Nach Auskunft von Bürgermeister Franz Moser in der Sitzung des Gemeinderats hat hierfür das Büro BLU Architekten aus Stuttgart einen Entwurf erarbeitet, auf dessen Basis eine Kostenschätzung erfolgt ist und Grundlage für die Veranschlagung von Mitteln im Haushaltsplan 2026 war.

Herzstück der Sanierung

Für die Umsetzung dieses ersten Teilbereichs, der gleichzeitig das Herzstück des Sanierungsprojekts darstelle, sei Grunderwerb in der Pfarrgasse erforderlich. Hierzu gehöre auch die Straßenfläche zur Mühlbachhalle und der Abbruch des Gebäudes Pfarrgasse 14 (ehemaliges Schwesternhaus), informierte der Bürgermeister.

Fußgängersicherheit wichtig

Neben dem Ausbau der maroden Straße ginge es ferner um die Gestaltung der Nebenbereiche, Ordnung der Parkmöglichkeiten und um die Verlagerung und Neuherstellung von Bushaltestellen.

Wichtig dabei sei, die Fußgängersicherheit insbesondere bei der Querung der Hauptstraße zu verbessern. Bei der Tiefbaumaßnahme sollen auch Ver- und Entsorgungsleitungen ausgetauscht und neu geschaffen werden. Für die Entwässerung und Abwasserbeseitigung sei der Bau eines Trennkanalsystems vorgesehen.

Nicht in dieser Maßnahme enthalten seien Auenplatz und Auenweg.

Überörtliche Bedeutung

„Das Vorhaben ist in den vergangenen drei Jahren regelmäßig Thema bei Einwohnerversammlungen und Zielgruppengesprächen gewesen“, schilderte Moser.

Die Pfarrgasse habe insbesondere deshalb eine überörtliche Bedeutung, weil sie als Schleife für die Omnibusse des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) benötigt werde. Außerdem repräsentierten Pfarrgasse und Rathausplatz die Ortsmitte Mariazell im Besonderen und bestimmten über das Umfeld auch in hohem Maß die Wohnqualität im innerörtlichen Bereich, hob der Bürgermeister hervor.

Was dieses Projekt kostet

Im aktuellen Haushaltsplan seien Mittel in Höhe von 752 000 Euro veranschlagt, weitere 1,278 Millionen Euro für 2027 und in 2028 nochmals 80 000 Euro. Der aus der Städtebauförderung verbleibende Eigenanteil der Gemeinde in Höhe von 40 Prozent (60 Prozent übernimmt das Land) könne mit Mitteln aus dem Ausgleichstock finanziert werden.

Dieser müsse bis zum 31. Januar gestellt werden, eine Entscheidung über eine Förderung sei Ende Juli zu erwarten, stellte der Rathauschef in Aussicht. Einstimmig erteilte der Gemeinderat der Verwaltung den Auftrag, für das Teilprojekt Pfarrgasse/Rathausplatz einen Antrag auf Förderung aus dem Ausgleichstock beim Regierungspräsidium Freiburg einzureichen.