Es ging schneller als gedacht, weil die Beteiligten gute Teamarbeit geleistet haben: Die neue Wasserleitung zwischen Brigachtal und Bad Dürrheim ist im Boden, zweieinhalb Kilometer Rohre wurden verlegt.
Bis die Brigachtaler und Bad Dürrheimer endlich weicheres Wasser haben, dürfte es aber noch dauern: In einem knappen halben Jahr erst wird mit dem Neubau des hochmodernen Schabelwiesen-Wasserwerks an der alten Bundesstraße 27 begonnen (wir berichteten).
Zufriedenheit beim Ortstermin
Beim Ortstermin am Brigachtaler Oberried-Brunnen freuten sich die Beteiligten über den zügigen Verlauf der Arbeiten. Es wurde deutlich: Bei Eric Elsäßer vom Gemeindebauamt laufen viele Fäden zusammen. Der Kostenrahmen von 780 000 Euro dürfte eingehalten werden, Witali Krapp seitens der eingebundenen Storz GMBH nickt jedenfalls zustimmend.
Jetzt ist Bad Dürrheim am Zug
Brigachtal hat nun geliefert, jetzt sind die Bad Dürrheimer am Zug. Das Wasserproblem auf beiden Seiten ist bekannt, das aus den Hähnen fließende Nass ist überdurchschnittlich kalkhaltig.
In Brigachtal sind etliche private Wasserenthärter im Einsatz, das als Kur- und Bäderstadt firmierende Bad Dürrheim will so bald wie möglich Premiumwasser bereitstellen. In den Rathäusern hat man sich zur Zusammenarbeit entschlossen, nur durch diese macht Stuttgart einen Zuschuss locker. "Fördergeld würde es im jeweiligen Alleingang nicht geben", so Brigachtals Bürgermeister Michael Schmitt.
Die Kooperation ist auch für den Notfall wichtig, bei einem größeren oder gar großen Problem kann die eine Seite der anderen helfen.
Verständnis der Grundstückseigentümer
Brigachtals Wassermeister Gotthard Kloker ist ein "alter Hase" im Metier und kennt die Bodenbeschaffenheiten, die Brigachtaler und Bad Dürrheimer Tiefbrunnen haben andere Ursprünge als der benachbarte große Donaueschinger Quelltopf. Die schnelle Leitungsverlegung kam auch durch das Verständnis der Grundstückseigentümer zustande, dies will Ortsbaumeister Patrick Lutz unterstrichen haben.