Sobald das neue Familienzentrum gebaut ist, kann unter anderem die Ganztagesbetreuung wieder in das Gebäude einziehen. Foto: Jana Heer

Der bisherige Anbau an die Althengstetter Grundschule ist abgerissen. Vermutlich ab Februar wird das neue Familienzentrum gebaut.

Im neuen Jahr entsteht Neues, und im alten Jahr ist Altes verschwunden: Das zumindest trifft auf das Familienzentrum Althengstett zu. Sein bisheriges Domizil, ein Anbau an die Grundschule, ist im Dezember abgerissen worden. Damit ist der Weg frei für den Neubau.

 

„Der Abriss war in der Adventszeit“, berichtet Bürgermeister Rüdiger Klahm über das Gebäude, in dem früher die Hausmeisterwohnung untergebracht war. Zuletzt waren dort Büros des Familienzentrums – so wird in Althengstett das Amt 4 für Bildung, Betreuung und Bürgerengagement genannt – und der Schulkindbetreuung daheim. Sie „arbeiten jetzt aus einem Übergangsbüro und ziehen anschließend in den Neubau ein“, teilt Klahm weiter mit. Die Büros im abgerissenen Haus seien schon lange nicht mehr zeitgemäß gewesen. Zum Abriss meint er außerdem: „Es verlief bis jetzt alles problemlos“.

Vermutlich im Februar beginnen die Arbeiten am Rohbau

„Als Nächstes beginnen die Rohbauarbeiten, sobald die Witterung es zulässt.“ Der Schultes geht davon aus, dass dies wohl im Februar der Fall ist. Die Arbeiten wurden an die Firma Rau aus Ebhausen vergeben.

Angedacht ist, dass das neue Gebäude zum Schuljahr 2027/ 2028, also im September 2027, in die Nutzung gehen kann, erläutert Klahm. „Starke vier Millionen Euro“ kostet das Bauvorhaben – laut Schätzung aus dem vergangenen Juli sind es 4,247 Millionen Euro. „Dazu erhalten wir die Förderung des Bundes über circa 1,3 Millionen Euro.“

Große Fenster und zwei Satteldächer prägen die Optik des Gebäudes, das wieder angebaut und über ein Treppenhaus mit der Grundschule verbunden wird. Für Barrierefreiheit in beiden Gebäuden gibt es einen Aufzug.

900 Quadratmeter Fläche verteilen sich auf drei Stockwerke

Die drei Stockwerke – ein Keller mit Tageslicht, Erdgeschoss und erster Stock – verfügen über jeweils 300 Quadratmeter Fläche.

Im Neubau werden künftig die Schulkindbetreuung in zwei großen Räumen, Büros des Familienzentrums und weitere Funktionsräume Platz finden. Dazu gehören ein großer Multifunktionsraum, ein Foyer mit Garderobe, ein Kreativraum, ein Raum für die Schulsozialarbeit, ein Erste-Hilfe-Zimmer und ein Werkraum. Für die Haustechnik und ein Lager gibt es ebenfalls Platz.

Dass der Raumbedarf groß ist, gerade für die Ganztagsbetreuung der Schulkinder, das ist in Althengstett seit Langem klar. Unabhängig von der Baustelle, bereits seit einigen Jahren, findet die Schulkindbetreuung „im Vorraum der Festhalle und in einem Seitenraum“ statt, erklärt Rüdiger Klahm. So bleibe es auch während der Bauphase. „Nach der Fertigstellung des Anbaus wird die Schulkindbetreuung in das neue Gebäude einziehen“, erklärt der Bürgermeister weiter. Die Kinder werden „dann dort versorgt und die Festhalle wird dann wieder frei“.