Die Forum-Zukunft-Gruppe Familienfreundliches Wolfach will die Siedlerschleife mit sieben Spielstationen weiter aufwerten. Doch für die Umsetzung braucht’s städtisches Geld und Personal.
Mit einem ausgefeilten Konzept warben Vertreter der Gruppe Familienfreundliches Wolfach des Forums Zukunft zum Auftakt der Haushaltsberatung 2025 im Dezember für ihre Vision der Wolfi-Schleife – eine aufgewertete, auch an einzelnen Stationen nutzbare Variante der Siedlerschleife. Ob das leidenschaftlich präsentierte Projekt im neuen Jahr tatsächlich angegangen werden kann, entscheidet sich nächste Woche mit der heißen Phase der Haushaltsberatung.
Auf rund 27 000 Euro Materialwert summierten sich Geräte und Ausstattung für die Spielstationen, die Roland Schamm und Lukas Schmider im Namen der Projektgruppe dem Rat präsentierten. Zuzüglich Arbeitsleistung des Bauhofs, ohne den es trotz angestrebter ehrenamtlicher Eigenleistungen am Ende nicht gehe.
Eine Gruppe von rund 15 Personen stehe aktuell hinter dem Projekt, erklärten Schamm und Schmider. Auch die Siedlergemeinschaft habe ihre Unterstützung zugesichert. Seit November 2023 feile man an der gemeinsamen Idee, „für Wolfach einen familienfreundlichen, ganzjährig interessanten Waldspielweg anlegen zu können“, erklärte Schamm.
Was bei allem ehrenamtlichen Engagement neben der finanziellen Rückendeckung im Haushalt wichtig sei: „Dass es eine Art Projektleitung vonseiten der Stadt gibt“, so Schmider. Die Koordination der einzelnen Stationen und Arbeiten, auch im Hinblick auf Themen wie die Verkehrssicherungspflicht, sei im Ehrenamt allein nicht leistbar.
Murmelbahn und Wasserspiel
Angedacht seien sieben Stationen entlang der kleinen Siedlerschleife. „Die sind soweit auch schon ausgearbeitet“, sagte Schamm. Los gehen soll’s am Spielplatz Weihermatte als Startpunkt, wo ein Automat Holzkugeln für eine Murmelbahn ausgeben soll.
Station zwei soll die Mauer am Schlössleweg sein, die während der 72-Stunden-Aktion bereits bemalt wurde. „Allerdings nur ein kurzes Stück davon. Die Idee ist, die Mauer mit einer Geschichte zu bemalen.“
Station drei soll am Steffelsbach entstehen: „Geplant wären hier noch eine Brücke über den Steffelsbach, eine kleine Hütte im Wald und unterhalb vom Weg ein Wasserspiel und ein Wegle, das da runter führt.“ Station vier soll ein etwa 80 Meter langer Räuberpfad am Oberen Steffelsbach werden, „eher für Kleinkinder“. Die Idee für Station fünf: Ein Rastplatz beim Räuberpfad mit einer Schatztruhe sowie einem Wurf- und Klangspiel. Station sechs sollen zwei Murmelbahnen bilden, eine im Bereich Burggraben, eine beim Knecht-Ruprecht-Bänkle.
Als Station sieben sind Wasserspiele am Weiherloch angedacht. Mit das teuerste Teilprojekt, denn: „Allein so eine Wasserschraube kostet mehrere Tausend Euro.“ Für alle Stationen stellten die Forums- Vertreter eine Kostenspanne vor vom Mindestaufwand bis zu einer gehobenen, von Spendern und Sponsoren geförderten Lösung. Auch eine Idee für Logo und Name hätten die Organisatoren schon zu bieten: Der Familien- Weg könnte über Wolfach hinaus als Wolfi-Schleife präsentiert werden. Er würde nämlich, da sind sich die Initiatoren sicher, sowohl lokalen als auch auswärtigen Familien „viel Freude bereiten und zusätzlich unsere Stadt attraktiver und bekannter machen“.
Weitere Projekte
Welche Projekte es in den Haushalt 2025 schaffen, entscheidet der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 15. Januar. Beginn ist um 18.15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.