Gärtner-Meister Johannes Wöhrle demonstrierte den Kindern die Topfmaschine, die Duft-Geranien eingetopft, die im Sommer auf Balkonen wachsen sollen Foto: Störr

Im Haslacher Gartencenter Göppert ist das Projekt „Europe Minigärtner“ an den Start gegangen. Zwei Jahre lang werden sich die 17 Kinder regelmäßig treffen und von Göppert-Mitarbeiterin Carmen Matt zu „Gartencheckern“ ausgebildet.

Zum ersten Treffen war Alexandra Melcher-Braun von der Insel Mainau nach Haslach gekommen, um die Gruppe kennenzulernen und Informationen weiterzugeben. „Bettina Gräfin Bernadotte hat die Initiative vor zehn Jahren ins Leben gerufen, um Kindern gärtnerische Erlebnisse zu ermöglichen“, erklärte Melcher-Braun am Rande. Gleichzeitig soll das Interesse für gärtnerische Berufe sowie gesundes Essen geweckt und nachhaltige Erlebnisse durch gemeinsames Tun ermöglicht werden.

 

Damit verwies sie auch schon auf das Besondere an dem Projekt, bei dem die Kinder vor allen Dingen selber Hand anlegen werden. Die 20 Minigärtner-Treffen werden nicht nur im Gartencenter stattfinden, es sind auch Exkurse zum Imker, mit dem Förster oder auf den Bauernhof geplant.

Kinder können eigene Wünsche mit einbringen

„Das Projekt wird sich entwickeln, die Kinder dürfen auch eigene Wünsche einbringen“, blickte Göppert-Mitarbeiterin Carmen Matt voraus.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Kinder wurden die jungen Gärtner mit einheitlichen T-Shirts und Capes ausgestattet, bekamen Namens-Button und eine Sammelmappe. Diese wird sich bei jedem Treffen mit wertvollen Infos zum jeweiligen Thema füllen und so am Ende ein Nachschlagewerk des Gelernten sein. Außerdem werden von jedem Treffen Reporter-Kinder berichten, um die Verantwortlichen der Insel Mainau und die Öffentlichkeit zu informieren. „Ihr könnt schon ganz gespannt sein, was ihr hier lernen werdet“, machte Alexandra Melcher-Braun neugierig und stellte zum Abschluss des Projektes eine Einladung auf die Insel Mainau in Aussicht.

Für die Gruppe mit Kindern aus Biberach, Nordrach, Zell, Gutach und Haslach ging es mit Geschäftsführerin Stefanie Göppert dann zur Betriebsführung. Der Weg führte geradewegs in die Produktion, denn die Kinder sollen im Rahmen des Projektes zwei Mal das Garten-Jahr durchlaufen und Verantwortung für Pflanzen übernehmen. Auf halbem Weg übernahm Gärtner-Meister Johannes Wöhrle die Gruppe und zeigte ihnen die Topfmaschine.

Führerschein für die Gartenschere

Dort wurden Duft-Geranien eingetopft, die im Sommer auf Balkonen und in Gärten wachsen sollen. Anschließend ging es für die Kinder zum elementar wichtigen Gartenscheren-Führerschein, bei dem sie den richtigen Umgang mit dem Grund-Werkzeug kennen lernten. So lautete ein Hinweis: „Wenn euch die geöffnete Schere aus der Hand fällt – unbedingt fallen lassen. Ihr dürft nicht versuchen, sie aufzufangen. Die Gefahr, dass ihr euch schneidet, wäre viel zu groß.“

Am Ende bestanden alle ihren Führerschein und freuten sich bereits auf das nächste Treffen der Minigärtner.

Der Ursprung

Über den Besuch einer Minigärtner-Gruppe aus Strohbach (Gengenbach), die sich im Gartencenter Göppert über die Topfmaschine informiert hatte, wurde das Team um Stefanie Göppert auf die Aktion aufmerksam. Ausgeschrieben auf Instagram, waren die Plätze dann innerhalb von zwei Werktagen ausgebucht. Für die Kinder ist die Teilnahme kostenfrei, was die Volksbank Mittlerer Schwarzwald ermöglicht.