Die Studenten sehen in der Mensa an der Rempartstraße, welchen ökologischen Fußabdruck die Gerichte haben. Foto: Hanno Mülle

Das Studierendenwerk Freiburg gibt seit Anfang des Monats in der Mensa an der Rempartstraße bei den Stammessen an, welchen Einfluss die einzelnen Gerichte auf die Umwelt haben. So soll mehr Transparenz geschaffen und das Angebot verbessert werden.

Wer künftig in der Freiburger Unimensa an der Rempartstraße essen geht, kann direkt sehen, was das für einen Einfluss auf die Umwelt hat. Das Studierendenwerk Freiburg (SWFR) hat gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Eaternity den „Mensa-Food-Print“ entwickelt. Künftig werden die beiden Hauptessen (Essen 1 und Essen 2), das Tagesgericht sowie der Schnelle Teller auf einer „Blätterskala“ von eins bis drei hinsichtlich der Parameter CO₂, Wasser, Tierwohl und Regenwald bewertet.

 

Das Ziel des Projektes ist es nicht nur, Transparenz zu schaffen und den Studenten ein Werkzeug an die Hand zu geben, um ihren Alltag umweltfreundlicher zu gestalten, sondern auch als Studierendenwerk die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen. Langfristig wird angestrebt, in die Produktionsplanung der Mensen einen höheren Anteil von Lebensmitteln einzubeziehen, die nachweislich umweltschonender sind, teilt das Studierendenwerk mit.

Projekt wird in der größten Unimensa getestet

Das Projekt läuft nun in einer ersten Testphase in der Mensa Rempartstraße, der größten Unimensa in Freiburg, Wenn das Projekt gut laufe, wolle das SWFR den Ökologischen Fußabdruck auch in anderen Mensen einführen.

Technisch sei die Angabe des neuen Fußabdrucks gut angelaufen. „Eine direkte Auswirkung auf die Menüwahl ist nicht oder noch nicht zu erkennen“, erklärt die Referentin der Geschäftsführung des Studierendenwerks Petra Dobronn. Man stelle aber bereits fest, dass die Neuerung gut wahrgenommen werde. Sowohl die Seitenaufrufe der Homepage, als auch die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und bei den Lieferanten hätten zugenommen, so Dobronn.

Die Basis für die Berechnung des Mensa-Food-Prints in Freiburg bildet die „Eaternity-Database“ der Schweizer Firma sowie die Daten der eingesetzten Produkte. Die Datenbank wird kontinuierlich aktualisiert und überprüft. Im Bereich der Gewürze und exotischen Früchte sind die Daten noch nicht vollständig erfasst. Auch manche Lieferketten sind nicht Transparent. Dort stoße die Bewertung laut SWFR noch an ihre Grenzen.