Die Frauen hinter dem Projekt „Ich:Frau“ blicken den letzten Veranstaltungen in der Villa Jamm im Lahrer Stadtpark entgegen. Das Foto zeigt einen Großteil der beteiligten Künstlerinnen. Foto: Verein

Das Projekt „Ich:Frau – das Unsichtbare sichtbar machen“ läuft in der Villa Jamm. Noch bis zum 26. April gibt’s ein buntes Programm aus Ausstellung, Workshops und Performance.

Das Projekt „Ich:Frau“ versteht sich laut Pressemitteilung der Black Forest Power Women als künstlerischer und gesellschaftlicher Resonanzraum. Im Mittelpunkt stehen demnach Erfahrungen, Sichtweisen und Themen von Frauen, die im Alltag oft überhört, übersehen oder an den Rand gedrängt werden. In der Villa Jamm sollen sie sichtbar, hörbar und erlebbar werden.

 

Zentrum des Projekts ist die Ausstellung „Ich:Frau – das Unsichtbare sichtbar machen“. Rund 50 Arbeiten von 17 Künstlerinnen aus der Region zwischen Freudenstadt und Freiburg geben Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten, Ausdrucksformen und künstlerische Handschriften, wie der Verein mitteilt. Das Projekt verbindet bildende Kunst, Text und Lyrik, Gespräch, Musik und performative Formate.

Die Ausstellung erfreut sich großer Resonanz: An den Wochenenden besuchen häufig mehr als 300 Menschen täglich die Villa Jamm, wie der Verein in seiner Mitteilung betont. Die Besucherinnen und Besucher nehmen sich demnach Zeit, setzen sich intensiv mit den Werken auseinander, studieren die begleitenden Texte und lassen die Bilder auf sich wirken. Auch die Workshops stoßen auf positive Rückmeldungen, heißt es weiter. Sie seien gut besucht und die Teilnehmer berichten, dass sie bereichert, mit neuen Impulsen und wertvollen Erkenntnissen nach Hause gehen.

Am finalen Tag gibt’s eine morgendliche Yoga-Stunde

In den letzten beiden Projektwochen stehen noch mehrere Programmpunkte an. Am Samstag, 18. April, wird von 15 bis 17 Uhr das Buch „Frauenperspektiven Freiburg/Südschwarzwald“ vorgestellt. Die Künstlerin „Minz & Kunst“ und die Autorin Mira Preusse präsentieren ein gemeinsames Werk, das 25 Frauen aus dem kulturellen Leben der Region in Fotografie und Text porträtiert. Weiter geht’s am Sonntag, 19. April, dann läuft von 11 bis 13 Uhr der Workshop „Entdecke dein tiefstes Inneres – triff dein inneres Kind“. Er lädt dazu ein, sich achtsam mit den eigenen Prägungen, Gefühlen und inneren Ressourcen auseinanderzusetzen und neue Impulse für mehr Selbstverständnis und persönliche Entwicklung mitzunehmen.

Am Samstag, 25. April, folgt von 15 bis 17 Uhr die Performance „Hunger in Abun-Dance“. Die interdisziplinäre Arbeit von Rica Lata Matthes widmet sich dem tabuisierten Thema Anorexie und dem Phänomen des mentalen Hungers. Tanz, Video, Sound und therapeutische Begleitung verbinden sich zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit Scham, Schönheitsdruck, Sehnsucht und Selbstwert, heißt es.

Am letzten Tag der Ausstellung, dem 26. April, lädt Evgeniya Scherer ab 6 Uhr zu einer morgendlichen Yogapraxis mit Atem, Bewegung und Meditation ein. Dabei vermittelt sie die Grundlagen der sogenannten Sadhana – einer bewussten Morgenroutine, die helfen kann, zentrierter, klarer und mit mehr Energie in den Tag zu starten, sowie das eigene Wohlbefinden und die innere Balance nachhaltig zu stärken.

Vorsitzende freut sich überdas große Engagement

Zum Abschluss geht am 26. April von 11 bis 13 Uhr der Workshop „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ mit Heidrun und Melanie Abreder über die Bühne. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie persönliche, medizinische und finanzielle Entscheidungen rechtzeitig abgesichert werden können. Gerade für Frauen, die häufig Verantwortung für Familie und Angehörige tragen, ist diese frühzeitige Vorsorge von besonderer Bedeutung, heißt es in der Mitteilung.

Evgeniya Scherer, Vorsitzende des Vereins, wird in der Mitteilung so zitiert: „Dass dieses Projekt so lebendig ist, verdanken wir dem großen ehrenamtlichen Engagement vieler Frauen aus unserem Verein – in der Organisation, in den Workshops und in der Ausstellungsbetreuung. So entsteht ein Ort der Begegnung, an dem Kunst und Gemeinschaft zusammenfinden und neue Impulse entstehen. Die große Offenheit und das Interesse der Besucherinnen und Besucher berühren uns sehr.“ Bis zum 26. April lade man Gäste ein, die Ausstellung und die letzten Programmpunkte in der Villa Jamm zu erleben.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung in der Villa Jamm ist von Donnerstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos, zu zahlen ist aber der Parkeintritt. Die Anmeldung läuft per E-Mail bei der jeweiligen Kursleitung. Infos unter www.blackforestpowerwomen.de.