Im Forschungsprojekt „KImAge“ unter Leitung von HFU-Professorin Verena Klusmann-Weißkopf fotografieren die Teilnehmer in ihrem Alltag Begegnungen mit dem Älterwerden.
Vor einigen Tagen informierte „KImAge“-Projektleiterin Verna Klusmann-Weißkopf unter dem Titel „Das beste Alter ist jetzt! Was Altersbilder mit Gesundheit zu tun haben und wie es gelingt, den eigenen Scheinwerfer zu lockern“ im Stattmuseum. Seit 20 Jahren forscht die Gesundheitspsychologin zum Thema Altersbilder.
Anhand von Forschungsdaten aus dem Deutschen Alterssurvey zeigte sie auf: „Wenn wir die positiven Seiten des Älterwerdens in den Blick nehmen, leben wir bis zu 13 Jahre länger“.
Ein Raunen ging durch den Raum, als Klus-mann-Weißkopf ganz aktuell erschienene Daten aus einer US-amerikanischen Studie vorstellte: 45 Prozent von über 11 000 untersuchten Menschen über 65 Jahre verbesserten sich in einem Zeitraum von zwölf Jahren in kognitiven und körperlichen Leistungen.
Gesundheit fördern
Das widerspricht klar der Vorstellung vom Alter als Zeit von Abbau und Gebrechlichkeit. Die Studie zeigte laut Mitteilung auch: Positive Altersbilder erhöhten signifikant die Chance auf diese Verbesserungen. Klusmann-Weißkopf sieht damit bestätigt, warum sie sich mit ihrer Forschung für vielfältige Altersbilder einsetzt, um darüber die Gesundheit zu fördern. „Besonders beeindruckt hat die Gäste, dass wir die gesundheitsförderlichen Effekte von Altersbildern schon bei jungen Menschen gefunden haben. Es ist dringend: Wir müssen die Vielfalt von Altersbildern gesellschaftlich sichtbar machen.“ Daher das Projekt „KImAge“, das weiter Fotografien sammelt, die die Begegnungen der Menschen mit Älterwerden und Altsein im Alltag zeigen.
Interaktive Ausstellung
Seit Januar und noch bis Ende März bietet das Projekt „KImAge – KI-gestützte Systematisierung von Altersbildern“ in einer interaktiven Ausstellung Einblicke in die Forschung zu Altersbildern und zeigt Fotografien, die Teilnehmer bereits eingesendet haben. Von gemeinsamen Aktivitäten von Jung und Alt, Erkundungen von digitalen Medien und neuer KI-Technik bis hin zu Selbstportraits und Naturerlebnissen ist alles dabei – festgehalten auf den Fotos wird all das, wo Menschen das Thema Älterwerden in ihrem Lebensalltag begegnet. Mittlerweile hat das Projekt Kooperationspartner in Stuttgart, Freiburg und sogar Wien. Möglichst noch viele weitere Menschen sollen Fotos in die Projektdatenbank hochladen, damit die Forschung gute Ergebnisse liefert. Für jedes Bild wird einzeln angegeben, ob es auch öffentlich gezeigt werden darf.
Ein zusätzlicher Ansporn: Besonders aussagekräftige Fotos werden mit einer Reise prämiert. Die Gäste der Vortragsveranstaltung verließen das Stattmuseum beschwingt und nachdenklich zugleich.
Informationen und die Möglichkeit sich für das Fotoprojekt zu registrieren, gibt es unter www.kimage-hfu.de.