Bei der Kinderbibelwoche in Simmersfeld lernten zahlreiche Kita-Kinder und Schüler mehr über „Superstars“ der Bibel. Der Spaß kam dabei nicht zu kurz.
Die Kinderbibelwoche der evangelischen Gemeinde Simmersfeld lockte zahlreiche Kinder mit ihren Eltern ins Büttner-Haus und zu den Gottesdiensten am Wochenende. Fünf Tage lang wurde gespielt, biblische Geschichten entdeckt, gemeinsam gesungen, gebetet und Glaube gelebt.
86 Kinder sind am dritten Tag, mit von der Partie. Gemeinsam christliche Lieder singen ist eine schöne Sache – dazu wird gemeinsam gehüpft, getanzt und sich bewegt.
„Superstar“ ist das Motto
Das Motto: „Superstar“. Immerhin will Handpuppe Toni, die jeden Tag zu Wort kommt, groß rauskommen. In der Zeitung „Superstar“ entdeckt der witzige Affe immer wieder Schlagzeilen über andere Superstars. Deren Geschichten und Erlebnisse finden sich aber nicht auf bunten Klatschseiten, sondern in der Bibel.
So ging es etwa um David, der vor König Saul fliehen muss – Hilfe bekommt er von seinem Freund Jonathan – der gleichzeitig Sauls Sohn ist.
Auch dabei ist etwa Kornelius, der zum Glauben an Jesus kommt. Joschafat trifft als König viele falsche Entscheidungen – doch als er in größter Not Gott anruft, rettet dieser ihn.
Auch Personen, die Jesus selbst getroffen haben, waren vertreten. Neben Petrus kam der Hauptmann von Kapernaum zur Sprache, dessen Diener Jesus heilt – und der für seinen großen Glauben gelobt wird. Für die Heilung einer „gekrümmten“ Frau am Sabbat macht sich Jesus nicht nur Freunde. Immerhin ist es der heilige Ruhetag. Aber: Der Sabbat ist für den Menschen da – nicht für Gott.
Jede Geschichte stellt eine Erkenntnis in den Raum. Das Vertrauen in Jesus, der Glaube daran, dass Gott mit uns geht und immer für uns da ist, dass jeder zu Gott kommen kann und für ihn nichts unmöglich ist. Und mit Gott ins Gespräch zu kommen: übers Beten.
In der großen Runde erzählte Sarah Göhlig eine Geschichte rund um den Jesus-Jünger Petrus. Der erzählt – nachdem Jesus die Welt verlassen hat – vom Heiland. Das passt dem König aber gar nicht – er lässt Petrus einsperren. Seine Mitchristen können dagegen nichts tun – ihn selbst zu befreien ist eher unrealistisch. „Aber es gibt eine Sache, die können sie auch jetzt noch für ihn machen: Sie können für ihn beten!“, verrät Göhlig.
Eine kleine Challenge bekommen die Kinder für die Woche: Sich einen Menschen aussuchen und jeden Tag einen kurzen Moment für ihn oder sie beten.
Die Bibel berichtet: Das Gebet für den anderen, in diesem Fall Petrus, wirkt. Ein Engel kommt ins Gefängnis und befreit ihn. Im Anschluss machten sich die Kinder – gestaffelt nach Altersgruppen – zu einem Programm rund um die Geschichte auf.
Auf der Schnitzeljagd ist Bibelarbeit gefragt
Bei einer Schnitzeljagd suchten die Sechst- und Siebtklässler einen Schatz. Mehrere Aufgaben warteten auf sie – unter anderem mussten Bibelverse beim Memory zusammengesetzt werden. Lösungswörter waren gefragt und Bibelstellen heraussuchen. „Jeremiah ist doch ziemlich in der Mitte“, wusste ein Mädchen – so ging’s mit dem Raussuchen gleich schneller. „Wo steht Matthäus?“ fragte ein Kind. „Nahe bei Lukas“, wusste ein anderes.
Beten spielt bei Petrus eine große Rolle – und auch auf der Schnitzeljagd wird gebetet. Reihum, wer möchte laut, wer still betet, gibt einfach weiter.
Am Ende hatten die beiden Gruppen jeweils zwei Zahlen – mit denen musste nun ein Kombinationsschloss geknackt werden. Die waren übrigens kein Zufall: Sie geben Kapitel und Vers an, unter der die Geschichte von der Befreiung Petrus zu finden ist. Die Belohnung war weitaus irdischer: Schokolade und Kaubonbons.