Das Parktheater hat in den kommenden Wochen einige spannende Veranstaltungen im Programm. Neben zwei Vorführungen für Schulklassen sollen auch TV-Fans angesprochen werden.
Das Parktheater hat einige vielversprechende Aufführungen im Programm. Wir stellen drei Stücke vor, die demnächst gezeigt werden.
„Der Tatortreiniger“ (Dienstag, 18. November, 20 Uhr): Heiko „Schotty“ Schotte ist die Hauptfigur der Serie „Der Tatortreiniger“. Er ist immer zur Stelle, wenn andere das Grauen packt: Blut wegwischen, Überreste entfernen – alles kein Problem für ihn. Bei seiner ungewöhnlichen Arbeit trifft „Schotty“ auf skurrile Typen, denen er mit seiner entwaffnend kauzigen Art so manch Geheimnis entlockt. Eines ist sicher: Wenn Lachen auf Verbrechen trifft, dann kann Schotty nicht weit sein. Genau das erlebt das Lahrer Publikum laut Einladung der Stadtverwaltung am Dienstag, 18. November, im Parktheater, wenn Umbreit-Entertainment das Format auf die Bühne bringt. Die Veranstaltung von Lahr-Kultur im Rahmen der Reihe Stadttheater Lahr beginnt um 20 Uhr.
Autorin Mizzy Meyer versteht es laut Mitteilung, ihren Helden in die absurdesten Situationen zu befördern, in denen er sich stets allzu menschlichen Problemen ausgesetzt sieht. Schotty trägt seinen Verstand demnach im Herzen und auf der Zunge: So gerät er in eine bizarre Lage nach der anderen, was mit Biss und Witz für Vergnügen sorgt. Dass die Geschichten nicht nur im Fernsehen, sondern auch auf der Bühne funktionieren, ist unter anderem Jan Schuba zu verdanken, der dem „TV-Schotty“ zum Verwechseln ähnelt, wie es in der Einladung heißt. Neben Schuba stehen auch Laura Vorgang, Slim Weidenfeld und – anders als noch im Spielzeit-Magazin angekündigt – nicht Jens Hajek sondern Michael Schäfer, der auch Regie führte, auf der Bühne. Gezeigt werden „Fleischfresser“, „Sind Sie sicher?“ und „Schottys Kampf“.
„Rotkäppchen“ (Donnerstag, 20. November, 10 Uhr): Rotkäppchen ist längst kein ängstliches Mädchen mehr – sondern ein selbstbewusstes, unerschrockenes Kind von heute, das sich nicht einschüchtern lässt. Die Musik-Bühne Mannheim präsentiert das Märchen der Gebrüder Grimm in einer frischen, humorvollen und musikalisch abwechslungsreichen Fassung im Parktheater Lahr, wie die Stadtverwaltung informiert. Zu erleben ist das lustige Märchenmusical für Schulanfängergruppen und Grundschulklassen am Donnerstag, 20. November, um 10 Uhr – allerdings nur für jene, die bereits Tickets besitzen oder reserviert haben. Die Veranstaltung der Reihe „Wir – Jung macht Kultur“ von Lahr-Kultur ist bis auf wenige Restplätze ausverkauft.
Neben dem professionellen Ensemble der Musik-Bühne Mannheim stehen auch Kinder des Evangelischen Kindergartens Burgheim mit auf der Bühne. Sie verkörpern Rotkäppchens Freunde und neugierige Waldtiere und sorgen damit für besonders lebendige Szenen, wie es in der Einladung heißt. Unter der Regie von Eberhard Streuk zeigt sich das moderne Rotkäppchen demnach als kluges, mutiges Mädchen, das den gefräßigen Wolf mit Witz und Einfallsreichtum austrickst. Musikalisch bietet die Inszenierung ein farbenfrohes Spektrum, heißt es weiter.
„Heimsuchung“ (Montag, 15. Dezember, 11 Uhr): Ein Sommerhaus an einem märkischen See ist der Schauplatz für ein knappes Dutzend Lebensläufe – von den Zwanzigerjahren bis heute. Das Haus und die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR, die Wende und die ersten Jahre danach. In den Lebensläufen der Hausbewohner zeigen sich die politischen Umbrüche der letzten hundert Jahre in Deutschland.
In der Inszenierung der Badischen Landesbühne des Romans „Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck wird aus diesen Erzählungen vom Haben und Verlieren eine Multimedia-Performance. Laut Einladung entsteht so ein lebendiges Bild von Haus, Landschaft und Menschenleben, so zeitlos wie aktuell. Lahr-Kultur präsentiert das Stück am Montag, 15. Dezember um 11 Uhr für Schulklassen und -gruppen mit Jugendlichen ab 15 Jahren im Parktheater.
In einer Online-Umfrage konnten Lehrkräfte weiterführender Schulen aus Lahr und Umgebung aus drei möglichen Theaterstücken auswählen. Die Inszenierung von „Heimsuchung“ war die klare Gewinnerin, wie die Stadt mitteilt. Erpenbecks Buch ist in diesem Schuljahr Schwerpunktthema im Deutschabitur.