Diamant Lokaj mischt bei den Profis des SV Sandhausen mit. Foto: SV Sandhausen

Mit 18 Jahren ist für das aus Rottweil stammende Talent Diamant Lokaj ein lange gehegter Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Der 18-Jährige hat beim Drittligisten SV Sandhausen seinen ersten Profivertrag unterschrieben.

Im beschaulichen Sandhausen begibt sich Diamant Lokaj damit auf die Spuren von Sebastian Rudy und Joshua Kimmich. Denn neben den beiden prominenten Bundesligakickern ist Lokaj erst der dritte Fußballer aus dem Kreis Rottweil, der einen Profivertrag erhält.

 

Wurzeln beim SV Zimmern

Der Deutsch-Kosovare mit dem schillernden Namen hat das Fußballspielen beim SV Zimmern gelernt. Von dort ging es 2016 zum SC Freiburg. Nach sechs Jahren fußballerischer Ausbildung im Breisgau suchte er für die U19 eine neue Herausforderung und fand diese beim SV Sandhausen.

Lief er in früheren Jahren öfter als Rechtsverteidiger auf, spielt er heute eher auf der Sechs oder wie bei kosovarischen Junioren-Nationalmannschaft auf der Acht. „Mein größtes Vorbild ist Granit Xhaka. Er imponiert mir auf und neben dem Platz“, erzählt Lokaj.

Aufstieg mit der U19 des SV Sandhausen

In der vergangenen Saison war Lokaj einer der Leistungsträger in der Sandhäuser U19, die den Aufstieg in die A-Junioren Bundesliga schaffte. Mit 22 Scorerpunkten (10 Tore / 12 Vorlagen) in 24 Partien zählte Lokaj zu den torgefährlichsten Akteuren der Spielzeit.

Zuvor durfte er schon bei den Profis gelegentlich mittrainieren, doch seit kurzen trainiert der 18-Jährige nur noch bei den Profis. „Ich hab mir gedacht, dass das mit dem Profivertrag bald kommen müsste. Vom Verein gab es positive Signale. Als es dann so weit war, hab ich mich riesig gefreut. Ich hatte immer den Traum Profifußballer zu werden“, berichtet Lokaj.

„Für sein Alter sehr weit“

Sandhausens Cheftrainer Danny Galm sieht in Lokaj einen Spieler, der neben guten Trainingseindrücken auch in den Testspielen zur aktuellen Saison gegen Elversberg und Darmstadt „tolle Leistungen gegen höherklassige Gegner“ zeigen konnte. Ähnlich sieht es auch Sportdirektor Matthias Imhof. „Diamant konnte in den Testspielen und Trainingseinheiten beweisen, dass er sowohl körperlich als auch mit seiner Einstellung für sein Alter sehr weit ist. Deshalb freuen wir uns, dass er uns langfristig erhalten bleibt.“

Diamant Lokaj hat lange auf dieses Ziel hingearbeitet. Im DFB-Pokal stand er bereits im Kader gegen Hannover 96. Schritt für Schritt soll es für ihn weitergehen. Spielpraxis kann er in seinem zweiten A-Jugendjahr auch in der U19 des SV Sandhausen sammeln.

Lokaj spürt Vertrauen

Im zweiten Saisonspiel – dem ersten Heimspiel gegen Dynamo Dresden – stand der talentierte Mittelfeldspieler wieder im Sandhäuser Profikader. Zum Einsatz kam er aber noch nicht. „Mein nächstes Ziel ist mein Pflichtspieldebüt zu geben. Ich hin ja noch ein A-Jugendspieler mit einem Profivertrag“, sagt Lokaj. Sein Trainer Dann Galm betont „Wir werden ihn behutsam aufbauen. Die Tür für unsere Jugendspieler ist offen, sodass sich jeder durch gute Leistungen eine Chance erspielen kann.“

Ein großes Ziel hat Diamant Lokaj auch auf internationaler Ebene. Mit der U19-Nationalmannschaft des Kosovo spielt er im November die EM-Qualifikation. „Wir spielen gegen Malta, die Ukraine und die Slowakei. Wir haben einen Topkader und wir geben alles, um bei der EM mit dabei zu sein.“