Vor allem mit PV-Anlagen auf Dächern steigerte Villingen-Schwenningen seine Solarstrom-Bilanz. Foto: © mmphoto – stock.adobe

Das Klimadashboard belegt: Villingen-Schwenningen hat seine Solarleistung massiv gesteigert – mit deutlichem Schwerpunkt auf Dachanlagen.

Sonnige Aussichten in Villingen-Schwenningen wären nicht schlecht. Denn blickt man auf die Entwicklung in Sachen Solarstrom in der Doppelstadt ist klar: Das Oberzentrum ist ein klares Zugpferd in der Region und hat überdurchschnittlich viele Megawatt-Peak installiert.

 

Das geht auch aus dem Klimadashboard hervor, das ein Team aus Wissenschaftlern, Designern und Programmierern unter der gleichnamigen Internetadresse veröffentlicht, um Klimawissenschaft und -daten zugänglich, begreiflich und vergleichbar zu machen.

Beeindruckende Zahlen

In einem Diagramm ist ersichtlich, dass die Solarstrom-Leistung in Villingen-Schwenningen in den vergangenen Jahren geradezu explodiert ist.

2015 lag die installierte PV-Leistung noch bei 22 617 Kilowatt-Peak, während sie Ende 2024 laut Klimadashboard bereits bei 64 606 Kilowatt-Peak lag – eine Steigerung von 185,65 Prozent.

Beeindruckend schneidet Villingen-Schwenningen dabei beispielsweise im Vergleich zu Konstanz ab, wo ähnlich viele Einwohner leben: 2015, gab es dort 13 339 Kilowatt-Peak installierte PV-Leistung, Ende 2024 „nur“ 32 441 Kilowatt-Peak – plus 143,2 Prozent. Noch höher als in VS war die Steigerung in der Nachbarkreisstadt Rottweil – dort blickte man 2015 bei der installierten PV-Leistung noch auf 10 253 Kilowatt-Peak und Ende 2024 auf 35 275 – Steigerung um mehr als 244 Prozent.

Die Anlagen im Detail

Im Detail betrachtet sieht die Solarstrom-Leistung in VS folgendermaßen aus: Auf Villingen-Schwenninger Gemarkung stehen sechs PV-Freiflächenanlagen mit einer Leistung von 11 800 Kilowatt-Peak (16 Prozent der Gesamtleistung), hängen 798 Balkonkraftwerke mit 838 Kilowatt-Peak Leistung (ein Prozent der Gesamtleistung) und machen die 3529 Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von VS mit 63 142 Kilowatt-Peak und 81 Prozent aller Einheiten und 83 Prozent Anteil an der Gesamtleistung den Löwenanteil aus.

Im kompletten Schwarzwald-Baar-Kreis lag die Leistung von PV-Installationen 2015 noch bei 107 728 Kilowatt-Peak, während sie Ende 2024 bereits bei 255 819 Kilowatt-Peak lag. Insgesamt gibt es hier 55 PV-Freiflächenanlagen, 14 157 PV-Dachanlagen und 2688 Balkonkraftwerke.