Hat die Stadt Haigerloch ein Problem mit zu viel Altglas? Wenn man sich die Situation beim Netto-Einkaufsmarkt in der Gruoler Straße ansieht, könnte man diesen Eindruck gewinnen.
Seitdem die Glascontainer auf dem Festplatz im Weildorfer Kreuz zwischen Feuerwehrhaus und Witthauhalle abgebaut wurden, türmen sich die Altglasflaschen vor allem auf und vor den noch vorhandenen Containern in der Gruoler Straße und auch etwas beim BayWa-Lagerhaus in der Unterstadt.
Eine Situation, mit der der Haigerlocher Ortschaftsrat alles andere als zufrieden ist. Aus diesem Grund will er die Wiederaufstellung der Container an diesem Platz. Diese Forderung formulierte Ortsvorsteher Michael A.C. Ashcroft am Dienstag im Gemeinderat nochmals klar und deutlich.
Glascontainer auf dem Festplatz? Sieht nicht schön aus
Doch das ist nicht im Sinne der Stadtverwaltung. Weil auf dem Festplatz auch der Stellplatz für Wohnmobile eingerichtet ist, entsteht aus Sicht von Bürgermeister Heiko Lebherz durch die Altglascontainer ein „schlechtes Erscheinungsbild“. Er sieht weniger das Problem in der Zahl der Container, sondern im 14-tägigen Abfuhrrhythmus. Lebherz: „Uns wäre es recht, wenn die Container jede Woche geleert würden.“
Was einen weiteren Glascontainer-Standort beim Edeka-Markt betrifft, so hat die Stadtverwaltung nicht unbedingt den Standort bei den Altkleidercontainern auf dem Edeka-Parkplatz im Blick, sondern vielmehr eine Fläche an der Straße zwischen Edeka-Markt und Drogeriemarkt Rossmann im Blick (Madertal/Raiffeisenstraße). Dort gibt es eine bereits asphaltierte Fläche, die in früheren Zeiten mal als Wendehammer vorgesehen war.
Bürgermeister zweifelt, ob mehr Container das Problem lösen
Für das Aufstellen von Glascontainern an dieser Stelle würde man nach Einschätzung von Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck ein oder zwei Stellplätze opfern müssen, es bliebe aber noch genügend Platz übrig, um die Container gut anfahren zu können.
In diese Richtung soll jetzt zunächst einmal geplant werden, ob es funktioniert, muss sich zeigen. Der Bürgermeister gibt sich jedoch keinen Illusionen hin, dass sich dadurch das Flaschen-Chaos bessert. Lebherz: „Über einen weiteren Container-Standort kriegen wir die Situation nicht gelöst, das ist ein Problem des dualen Systems.“