Die Abteilung Rollkunstlauf des RSV probt „Die Madrigals – eine magische Familie auf Rollen“. Der Vorverkauf beginnt heute.
Die eben noch auf Rollschuhen herumwuselnden, lachenden und Pirouetten drehenden Kinder und Jugendliche formieren sich auf einen Wink der Trainerin Katharina Heppeler und werden ganz still.
Geprobt wird eine der Schlüsselszenen des diesjährigen Weihnachtsmärchens „Die Madrigals – eine magische Familie auf Rollen“.
Zu lauter Popmusik blühen nun in der Halle des Rollsportvereins lauter kleine Blumenkinder auf.
Schnell wird klar: Hier entsteht etwas Magisches.
Nicht nur in dem auf dem Disney-Film „Encanto“ basierenden Märchen geht es um eine Familie mit magischen Fähigkeiten, sondern auch die drei Schwestern Katharina, Sophia und Natascha Heppeler haben als Trainerteam mit fast 60 Rollschuhlaufenden zwischen fünf und 44 Jahren auch ganz real ein Wunder an Zusammenhalt geschaffen.
Märchenfamilie droht auseinanderzubrechen
Die Märchenfamilie droht wegen ihrer Unterschiede auseinanderzubrechen, wird aber schließlich von der Außenseiterin Mirabel mit ihrer „fröhlichen Art, mit der sie sich auch mal etwas traut“ wieder zusammengebracht, wie Laura Knaus ihre Rolle beschreibt. Die Fünfzehnjährige bringt die Mirabel bereits zum zweiten Mal auf das Parkett.
Mit intensiven Proben bereiten sich die Kinder und Jugendlichen seit Ende September Wochenende für Wochenende auf das Weihnachtsmärchen vor. Sie bekamen sogar zusätzlich Schauspieltraining, damit jede Geste sitzt.
Selbstgenähte, glitzernde Kostüme
Die bunten, glitzernden Kostüme haben die Vereinsmitglieder selbst genäht und mit einzelnen Pailletten bestickt, das zwölf mal sechs Meter große Bühnenbild wird von einer Mutter eine Woche vor den Aufführungen in spätabendlicher Handarbeit bemalt – denn tagsüber geht der normale Rollhockey-Trainingsbetrieb in der Halle weiter.
Auch für die meisten Darstellerinnen laufen neben den Vorbereitungen für das Weihnachtsmärchen die regulären Trainings und Wettbewerbe. Noch im September hat der Weiler Verein selbst den süddeutschen Breitensport- und Nachwuchspokal ausgerichtet. Im Oktober fand in Freiburg der deutsche Breitensportpokal statt – für die Weiler Truppe parallel zu den Proben.
Disziplin, Mühe und Fröhlichkeit
Doch die Disziplin und die Mühe, die in einer solchen Aufführung stecken, bringen alle Beteiligten mit fröhlicher Selbstverständlichkeit auf. Die einen, wie Erendira (44), lassen sich von der Musik mitreißen, für die anderen, wie die elfjährige Amelie, sind es die Pirouetten und Sprünge der Choreografie.
Von den Kleinsten wie Mira (5), Nayla (6) und Ayan (10), die durch das Märchen eine Gelegenheit bekommen, mit den Älteren gemeinsam zu trainieren, bis zu Erendira, die als Mutter einer rollschuhbegeisterten Tochter selbst wöchentlich die Rollschuhe schnürt, betonen alle, dass ihnen vor allem das gemeinsame Laufen Spaß macht.
Katharina Heppeler freut sich nicht nur auf die leuchtenden Augen ihrer Gäste, die sich teils seit 20 Jahren kein Weihnachtsmärchen entgehen lassen, sondern weist auch darauf hin, dass das Weihnachtsmärchen eine wichtige Einkommensquelle für den Verein ist. „Unsere letzte Aufführung von ‚Der Drachenkrieger‘ – ein pandastisches Kung Fu Abenteuer‘ war restlos ausverkauft, wir mussten sogar zusätzliche Stühle beschaffen“, erinnert sie sich. „Und darauf hoffen wir diesmal auch.“
Informationen zum Stück
„Die Madrigals – eine magische Familie auf Rollen“ wird aufgeführt an den Wochenenden 13. und 14. sowie 20. und 21. Dezember. Beginn ist jeweils um 17 Uhr, Einlass ab 16 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro. Der Vorverkauf läuft am Montag, 17. November an, jeweils Montag, Mittwoch und Freitag, von 16 bis 19 Uhr in der Rollsporthalle, Dr. Peter Willmann-Allee 6.