Die wiha Panthers Schwenningen mit Chefcoach Alen Velcic, Co-Trainer Aleksandar Nadjfeji, Adrian Bergmann, Raiquan Clark, Till Isemann, Lennard Larysz, Quattarius Wilson, Chris Frazier, Grant Sitton, Kelvin Okundaye, Leon Hoppe, Luca Dolman, Co-Trainer Boyko Pangarov und Organisations-Mitglied Volker Kübler (von links). Es fehlt Neuzugang David Cohn. Foto: Panthers

An diesem Samstag, 19 Uhr, starten die wiha Panthers Schwenningen mit einem Heimspiel gegen Phoenix Hagen in ihre dritte ProA-Saison.

Die Vorfreude beim Team um Coach Alen Velcic sowie bei den Verantwortlichen ist groß. Nach einer Saison 2020/21 ohne Zuschauer in der Halle dürfen die Fans nun im Rahmen der 3-G-Regel zurückkommen. Für die Panthers waren ihre Anhänger früher immer der "sechste" Mann auf dem Feld. Sie sind also ein wichtiger Faktor auf dem angepeilten Erfolgsweg.

Das dritte ProA-Jahr

Neben vielen starken Leistungen waren die ersten beiden Jahre der Panthers in der ProA auch von viel Pech geprägt. Im Aufstiegsjahr waren die Neckarstädter nach einer langen Positivserie in der Rückrunde auf dem Sprung in die Play-offs, als die Saison wegen Corona abgebrochen wurde.

In der vergangenen Spielrunde 2020/21 konnten die Panthers zwar die Play-offs spielen, doch ihre Pläne wurden dann auf der Saisonzielgeraden durch Corona-Fälle im Kader durchkreuzt. Ausgerechnet bei den Schwenningern passierte dies in den letzten Saisonwochen. Sie galten bis dahin in Sachen Disziplin und Hygiene-Maßnahmen als das Vorbild-Modell in der ProA.

Nur Chris Frazier blieb

Neue Saison – neuer Anlauf mit einer fast komplett neuen Mannschaft. Bis auf Flügelspieler Chris Frazier musste der Panthers-Kader wieder völlig neu aufgestellt werden. Für einen Trainer-Routinier wie Alen Velcic, dessen hervorragende Arbeit sich in der deutschen Basketball-Szene immer mehr herumspricht, ist dies kein Grund zur Skepsis, sondern viel mehr Gewohnheit.

"Wir müssen eben hier bei uns damit leben, dass die starken Spieler nach einer erfolgreichen Saison bei Klubs, die einen höheren Etat haben, Begehrlichkeiten wecken. Es spricht ja auch für unsere Arbeit, wenn unsere Spieler so interessant für höherklassige Teams geworden sind."

Spieler müssen exakt passen

Zehn neue Spieler kamen also zu den Panthers in diesem Sommer. Akribisch ausgesucht von Alen Velcic, der seinen Weg, seine Erfolgsformel, konstant weiter verfolgt: "Wir möchten nur Spieler holen, die in unser System passen. Zweitens brauchen wir Spieler, die für die Mannschaft arbeiten und nicht ihr Ego in den Vordergrund stellen. Drittens müssen sie charakterlich hundertprozentig zu uns passen."

Nach nur drei Wochen Vorbereitung nahm Alen Velcic bereits auf der Point-Guard-Position die erste Korrektur vor: Die Panthers trennten sich wieder von Lamonte Bearden – der US-Israeli David Cohn wurde nachverpflichtet.

Alen Velcic hat aus der Vergangenheit gelernt, "dass wir personell schneller reagieren müssen, wenn wir Defizite erkennen". Nach seiner Testspiel-Premiere gegen Neuchatel war zu sehen, dass Cohn das Offense-Level der Mannschaft wieder auf eine höhere Stufe stellen kann.

Etatmäßig bleiben die Panthers – im Vergleich zur ProA-Konkurrenz – im unteren Drittel der Liga. "Aus wenig sehr viel machen, in manchen Dingen einfach cleverer als die finanzstarken Rivalen sein" – diese Formel soll auch in der neuen Saison – mit den treuen Fans im Rücken – weiter bei den Schwenninger Raubkatzen Bestand haben.

Eine starke Liga

"Wir wollen Platz vier erreichen – und somit in den Play-offs Heimrecht haben", umschreibt Alen Velcic das erste Saisonziel.

Die ProA wird an Leistungsniveau noch einmal zulegen, so lauten die Prognosen. Die halbe Liga hat kurz- oder mittelfristig den Sprung in die Bundesliga im Auge. Klubs wie Rostock, Jena und Kirchheim haben deshalb viel investiert. Ab Samstag fahren die Panthers wieder ihre Krallen aus.

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