Der Kirchengemeinderat (rechts: Ralf Braun und Sabine Haag de Ampuero) überreicht dem Jubilar, Reinhard Hangst (links), die Erinnerungskerze. In der Mitte: Pfarrer Hermann Barth. Foto: Haag Foto: Schwarzwälder Bote

Religion: Pfarrer Reinhard Hangst feiert 25. Priesterjubiläum in seiner Heimatgemeinde

Dunningen-Seedorf (mh). Seit 25 Jahren ist Pfarrer Reinhard Hangst im Priesteramt. Dieses besondere Jubiläum gilt es zu feiern. Am 6. Juli 1996 wurde Reinhard Hangst in Wiblingen zum Priester geweiht. Bis heute ist der gebürtige Seedorfer mit Leib und Seele Geistlicher.

Reinhard Hangst wuchs mit zwei jüngeren Geschwistern in einer katholischen Seedorfer Familie auf. Der Ausbildung zum Industriemechaniker schloss Reinhard Hangst im zweiten Bildungsweg das Abitur im oberbayrischen Wolfratshausen und das Theologiestudium in Tübingen an und verwirklichte damit seine Berufung zum Priesteramt.

Nach seinen Vikariatsjahren wurde er im Jahr 2000 Leiter der Seelsorgeeinheit Argental und war im Anschluss daran bis 2018 als Dekan des Dekanats Friedrichshafen tätig. Seit September 2019 leitet er die drei Pfarreien Ailingen, Ettenkirchen, und Oberteuringen.

Seine arbeitsfreien Montage verbringt Reinhard Hangst dabei meist in seiner Heimat Seedorf. Dazu gehören neben dem Besuch bei der Familie auch das Feiern einer Eucharistiefeier am Montagmorgen. Diese Tradition beschreibt Reinhard Hangst als überaus wohltuend; sie stärkt die gegenseitige Verbundenheit von Heimatgemeinde und Priester.

Das große Jubiläum des heute 56-Jährigen wurde daher am vergangenen Samstag mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Stehempfang in Seedorf gebührend gefeiert. Gemeinsam mit Pfarrer Hermann Barth zelebrierte der Jubilar eine feierliche Eucharistiefeier, die vom Männergesangverein Seedorf gekonnt musikalisch und überaus feierlich umrahmt wurde.

In seiner Predigt ging Reinhard Hangst besonders auf das "Emmaus Evangelium" ein, welches ihn in den vergangenen 25 Jahren immer wieder in besonderem Maße begleitet habe und welches außerdem sein Primizevanglium gewesen sei. Es sei sein Lieblingsevangelium und es habe in den 25 vergangenen Jahren voll gesellschaftlicher und kirchlicher Veränderungen nicht an Aktualität verloren, so Hangst.

Als Priester möchte er damals wie heute Freud und Leid der Menschen teilen, auch wenn die aktuellen Entwicklungen der katholischen Kirche zeitweilen zu Frustrationen führen.

Pfarrer Hermann Barth und die Kirchengemeinde sprachen Reinhard Hangst ihre Glückwünsche und ihren Dank aus. Stellvertretend für die gesamte Kirchengemeinde überreichte der Kirchengemeinderat eine Erinnerungskerze. Im Anschluss waren alle zum Stehempfang hinter das Pfarrhaus eingeladen. Die Feierlichkeiten fanden unter Einhaltung der aktuellen Corona-Vorschriften statt.

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