Rottweil soll einen neuen, zertifizierten Wanderweg bekommen. Der verspricht viel Abwechslung im Neckartal und auf der Höhe.
Überschaubarer Aufwand, große Wirkung und großer Zuschuss – so lässt sich zusammenfassen, was Bürgermeisterin Ines Gaehn dem Kultur-, Sozial- und Verwaltungsausschuss vorstellte.
Der Höllensteinsaumpfad soll durch die Verknüpfung weiterer landschaftlich reizvoller Bereiche erweitert und zudem in das Landesgartenschaugelände integriert werden. Dadurch entstehen die Voraussetzungen für einen „zertifizierten Wanderweg“.
Das Tourismusinfrastrukturprogramm des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sieht dann einen ordentlichen Zuschuss vor. Für die Umsetzung, so betonte Gaehn, sei die Förderzusage maßgeblich.
Ein erheblicher Abschnitt des Wanderwegs wird dabei über Wegeverbindungen geführt, die im Zuge der Landesgartenschau und der Neckarrevitalisierung entstehen. Bestehende Wegetrassen sowie bislang nicht öffentlich zugängliche Wege werden in Schuss gebracht.
Dieser bietet laut Gaehn dann künftig sowohl Blick von den Rottweiler Höhen als auch Zugänge zu den neu gestalteten Flussufern und den neu angelegten Bürgerweinbergen.
Trampelpfad in Handarbeit
Hierzu wird der bereits vorhandene Wanderweg als Grundlage genutzt. An der König-Karls-Brücke werde ein Trampelpfad in Handarbeit angelegt, um den Fußgänger über unbefestigte Wege von der Brücke zum Neckarufer bis zum Picknick-Platz gegenüber der Dreher’schen Mühle zu führen.
Im Gremium sorgte die Planung für Vorfreude: „Davon profitieren auch die Bürger“, so Miriam Kammerer (CDU). Der Weg zeige die „Schokoladenseiten“ von Rottweil, so Reiner Hils (SPD+FFR) – mancher Weg habe dann freilich den „Geheimtipp“-Status verloren, schmunzelte er.
Ehrenamt aktiv
Was die Pflege der Wege angeht, so Ines Maier von der Abteilung Tourismus und Stadtmarketing, habe man das große Glück, dass sich ehrenamtliche Kräfte vom Wanderverein Bühlingen und dem Bürgerverein schon jetzt sehr für die Wege einsetzen.
Die Kosten liegen bei 202 000 Euro, der erwartete Förderzuschuss bei 121 200 Euro – der Ausschuss stimmte dem neuen Wandervergnügen einhellig zu.