Königliche Auftritte gab es beim Mimösli Basel im Kulturhaus Häbse. Foto: Anita Indri-Werner

Die Basler Vorfasnachtsveranstaltung Mimösli unter dem Motto „Basel isch royal“ feierte im Kulturhaus Häbse Premiere. Passend dazu war Musik von „Queen“ dabei.

Königlich wurde die Basler Vorfasnachtsveranstaltung ganz nach dem Motto „Basel isch royal“ mit Musik der Band Queen eröffnet. Im ausverkauften Haus erlebte ein begeistertes Publikum die Premiere.

 

„Magic, Radio Gaga oder We are the champions“, das Ensemble des Kulturhuus Häbse präsentierte die Songs  perfekt auf baslerisch. Kommunales, wie die vielen Baustellen in der Stadt Basel oder aber den Kauf von Tarnkappenflugzeugen aus den USA präsentierten die Bühnenspieler auf kritische, aber auch witzige Art und Weise, was beim Publikum sehr gut ankam.

Zu wenig Parkplätze

Ein Thema, das viele Basler bewegt, ist der Mangel an Parkplätzen. Da setzt sich das Baudepartement-Team konspirativ zusammen, um eine Lösung zu finden. Allerdings, als der „König des Baudepartements“ im royalen Gewand erscheint, sind alle Pläne zunichte gemacht. Auch die Kulturfördergelder, die wohl in der Hauptsache an das Theater Basel vergeben worden sind, machte das Ensemble zum Thema.

Wie das Problem bürgerverträglich gelöst werden könne, das wussten zwei Mitarbeiter des Kulturamtes. Die Nutzung von KI wurde in der KI-Galerie aufs Korn genommen.

Beispielsweise teilte Mona Lisa per KI  lachend mit, sie sei von Basel nach Riehen gezogen. Warum? Ganz einfach, die Parkgebühren in der Stadt kosteten im Jahr über 400 CHF, in Riehen jedoch nur 40 CHF. Kurze KI-Einspielungen nahmen sich aktuellen Themen an, was ebenso gefiel. 

Ob König Roger Federer oder der ‚FCB Capitän Xherdem Shagiri“ und Stadt- oder Bundespolitiker – das Häbse Ensemble hatte genau hingeschaut.  Überall wird gespart, selbst beim SRF, kritisch wurden die Sparmaßnahmen hinterfragt. Bei dieser Programmnummer glänzte Hedy Kaufmann in besonderer Weise. Allerdings, die große Weltpolitik kam etwas zu kurz, was dem Vergnügen jedoch keinen Abbruch tat.

Musikalische Höhepunkte

Ganz hervorragend und perfekt war der Auftritt der Pfyffer „Piccognito“. Unter anderem nahmen die Pfyffer Peter Monteverdi und die von ihm kreierten Autos zum Anlass, Musikstücke aus der Zeit von 1966 bis 1979 vorzutragen. „Hey Jude“, „Oh happy day“ und zuletzt „Highway to hell“, dazu die Bilder der Luxusautomobilien dieser Zeit, jeder Ton war eine gelungene Hommage an Monteverdi.

Trommler begeisterten bei der Premiere des Basler Mimösli. Foto: Anita Indri-Werner

Für Präzision, Taktgefühl und Fantasie gab es auch für die Hoftambouren „D’Rötzilisgge vo Stickstoff“ viel Applaus. Ob als Waggis oder als Kochlehrlinge im Dreikönig, wo mit Töpfen, Deckeln und Schneidebrettern getrommelt wurde – der Auftritt war ein besonderes Erlebnis. Vor der Kulisse des Spalentors leuchteten die Laternen der Guggemusik Ventilatoren, die mit königlichem Sound begeisterten. Musikalisch trugen die royale Mimösli-Band sowie zwei Sängerinnen zum Gelingen des Abends bei. 

Die Ventilatore Foto: Anita Indri-Werner

Jeder Vers traf den Kern

Ein besonderer Höhepunkt waren die Auftritte der Schnitzelbanksänger. „S’spitzig Rysblei“, „Dr. Schyynhailig“, jeder Vers, und habe er auch nur aus zwei  Sätzen bestanden, saß, passte und traf den Kern. Das Publikum sang begeistert den Refrain der Bängg mit.  Ein weiterer Höhepunkt war die Schlussnummer, bei der das Ensemble sowie alle Akteure „We will rock you und Mama“ von Queen sowie  das „Mimösli-Lied“ sangen. Das Publikum sang lautstark mit, um anschließend stehenden Applaus zu gewähren.

Interessante Nummern gab es beim Basler Mimösli. Foto: Anita Indri-Werner

Gedenken an Katastrophe

Vor dem Hintergrund der „unfassbaren Katastrophe in Crans Montana sei überlegt worden, die Premiere des Mimösli abzusagen, erklärte Theaterreggisseur- und leiter Dani von Wattenwyl.  Es sei entschieden worden, den Fokus wieder auf Lichtblicke zu richten. Trotz des respektvollen Trauerns, Lichtblicke würden daran erinnern, dass jede Seele auch einen Moment der Freude und der Hoffnung brauche. Aufzeigen, dass es nach tiefen Tälern auch wieder Höhen gäbe, die Kraft spendeten, das sei Grund gewesen, die Veranstaltung durchzuführen.

Das Mimösli ist noch bis zum 14. Februar zu sehen, täglich um 19.30 Uhr, samstags zusätzlich auch um 14.30 Uhr und sonntags nur um 15.30 Uhr. Tickets kosten 78 CHF. Mehr Infos im Internet unter: www.haebse.ch.