Mit viel Tempo rasten die Fahrer auf ihren modifizierten Bobbycars die Strecke am Sternenberg hinunter. Hier ist Daniel Bayer auf seiner Fahrt zum Sieg zu sehen. Foto: Bohnert-Seidel

Die Premiere des Bobbycar-Rennens am Sternenberg in Oberweier stand an. Kinder und Erwachsene rasten den Kurs hinunter. Es war echte Rennsport-Atmosphäre geboten.

Das erste Bobbycar-Rennen in der Gemeinde Friesenheim anlässlich des großen Festwochenendes von Feuerwehr und Musikverein war ein Rennen der Herzen mit ganz schön großem Suchtfaktor. Entlang der Rennpiste hatten die Teilnehmer einen Heidenspaß und wollten eigentlich kaum genug davon bekommen.

 

Am Vormittag traten zunächst die sechs Kinderteams an. Am Nachmittag rissen sich dann 15 Erwachsenenteams um die „Pole Position“.

Entschieden haben das Bobbycar-Rennen der Erwachsenen am Samstagnachmittag mit großem zeitlichen Vorsprung nach einem deutlichen Stechen die „Flintstones“, das Team mit Marc Arnold und Daniel Bayer. Eines sei jedoch betont: Die „Flintstones“ hatten wohl den am besten getunten Miniwagen.

Bobbycars wurden extra modifiziert

„Der musste getunt sein“, erklärt Marc Arnold lachend. „Ich wiege 120 Kilo. Mit nur einer Fahrt würde jeder herkömmliche Bobbycar auseinanderbrechen.“ Chefmechaniker war hier Daniel Bayer, der ein stabiles Stahlgerüst für den Unterbau schweißte, dieses zusammengeschraubt hat und besonders stabile kleine Räder montierte.

Alle Bobbycars der Erwachsenen waren entsprechend modifiziert und mit Metallstützen versehen. Vor allem das Lenkrad hob sich zwischen 30 und 40 Zentimeter über dem Wägelchen. Nicht nur Marc Arnold kokettierte mit seinem Gewicht. Sicher legte eine gewisse Schwere auch ein rasanteres Tempo zutage.

Dicht auf den Versen zum Sieg blieben den „Flintstones“ die „Panzerknacker.“ Die Liebe zum Schrauben liegt wohl in der Familie von Familie Bayer. Daniel Bayers Bruder Christian Bayer hatte mit seinem Sohn Lukas den zweiten Platz belegt. Eigentlich waren die beiden Teams im Finallauf mit den Teams: „Asphalt Avengers“, „s´Lehmanne Eck“, „The Flintstones“, „Guggemusik“ und „Panzerknacker“ am Ende auf Platz 1 mit 22,1 Sekunden. Zum Stechen sollte es kommen, was jedoch Christian Bayer mit dem Blick auf die Hinterräder eher zum Quittieren zwang.

Schnell war Mark Arnold zur Stelle und erklärte: „Wir haben Ersatzräder. Komm das bekommen wir hin.“ Schnell ging es in den Boxenstopp, zwei kleinere Räder wurden montiert und los ging es.

Zuschauer wünschen sich eine Wiederholung

Es war wohl nicht mehr das Fahrgefühl wie zuvor und die „Panzerknacker“ hatten das Nachsehen, während Daniel Bayer für die „Flintstones“ den ersten Platz bei 22.1 Sekunden bestätigte. Vorsicht geboten war beim Publikum, das sich im Ziel hinter den Strohballen, gestiftet von Landwirt Julius Haas, in Sicherheit gebracht hat. Die Sicherheitsmaßnahme zahlte sich aus: Den Rennfahrern war dieses Stroh hin und wieder willkommene Knautschzone. Aber auch einige Gebrauchtreifen fanden am Samstagnachmittag ihre Daseinsberechtigung.

Rennvorbereitungen waren viel Arbeit

Die Veranstaltung entsprach genau dem, was sich die Veranstalter von Feuerwehr und Musikverein erhofft haben. Zuschauer genossen mit humorvollen Kommentaren den Tag und machten die Teilnehmer zu ihren spaßigen „Helden des Tages“. Das Fazit der Gäste: Es braucht eine Wiederholung. Hinter der Premiere steckte jedoch viel Arbeit. Die Veranstalter betonten: Es ist eine ganz schön umfangreiche Organisation. Wann oder ob es zu einer Neuauflage des Rennspektakels kommen wird, bleibt offen. Ein Anfang ist aber gemacht.