Der erste Fasnet-Flohmarkt in der Flößerhalle Altoberndorf am Samstag war ein voller Erfolg.
Aus einer Fasnetslaune heraus entstand die zündende Idee, einen Altoberndorfer Fasnachtsflohmarkt ins Leben zu rufen, wobei der Begriff „Flohmarkt“ schon fast nicht mehr zutreffend war, denn es herrschte ein buntes und reges Treiben wie auf einem Basar. Veranstalter und Aussteller waren überwältigt von dem großen Andrang.
Was schlummert in den Schränken?
Doch wie begann die Geschichte, und was war die Grundidee dahinter? Unzählige Fasnetskostüme, Hüte, Masken und sonstige närrische Accessoires müssten doch noch in den Truhen und Schränken der Altoberndorfer Bevölkerung „schlummern“ und würden nicht mehr genutzt – Myriam Riethmüller und Bettina Dölker-Ehrenfels hatten sich über diese Frage ihre Gedanken gemacht.
Wäre es nicht schön, wenn man eine Möglichkeit schaffen könnte, eine große bunte Palette an „Fasnetsschätzen“ zum Verkauf anzubieten, fragten sich die beiden Initiatorinnen, und damit war die Idee eines Fasnachtsflohmarktes geboren.
Neben den vielschichtigen Angeboten der teilnehmenden Verkäufer gab es zusätzlich einen Spendentisch, hier wurden von den Bürgern abgegebene Artikel verkauft, deren Erlös komplett für die 750-Jahr-Feier im nächsten Jahr verwendet werde, so Riethmüller.
Hochwertiges Kunsthandwerk
Als Träger der Veranstaltung freute sich die Ortsverwaltung, vertreten durch Ortsvorsteher Christian Schmider-Wälzlein, über den immensen Zuspruch bei der ersten Veranstaltung dieser Art in Altoberndorf. „Ich bin überwältigt, wie groß das Interesse an unserem Fasnachtsflohmarkt ist, und bedanke mich bei Bettina Dölker-Ehrenfels und Myriam Riethmüller für die tolle Idee zu der Veranstaltung“, so Schmider-Wälzlein.
Zusätzlich zur gebrauchten Flohmarktware wurde auch hochwertiges Kunsthandwerk angeboten. So konnte man die detaillierten und filigran geschaffenen Miniaturfiguren aus der Hand von Elli Weber aus Boll bewundern, ebenso die mit bunten Narrenmotiven bemalten Taschen, Krawatten und Bilder der Epfendorfer Narrenmalerin Inka Ebner-Karrais.
Weiterverkaufen erlaubt
Vereinzelt entdeckte man an den Kleiderständern auch Narro- Hansel- oder Schantlehäs, auch die eine oder andere Hansellarve samt Perücke stand zum Verkauf. Die Frage, ob das Häs denn ohne Rücksprache mit der Narrenzunft verkauft werden könne, stelle sich nicht, so die Veranstalter, da ein Altoberndorfer Narrenkleid aus dem Privatbesitz jederzeit weiterverkauft werden dürfe – anders als zum Beispiel in Rottweil.
Manch ein Besucher verließ die Flößerhalle mit einem schönen Fasnetskostüm, einer Miniatursammlerlarve oder einer Näharbeit in Schantleoptik. Große Zufriedenheit mit dem Besucherinteresse zeigten aber vor allem auch die Veranstalter und stellten einstimmig fest, dass man so etwas Tolles im kommenden Jahr fortsetzen müsse.
Myriam Riethmüller meinte dazu: „Bei der Terminfindung sind wir mit November, wie man sieht, richtig gelegen. Direkt um die Weihnachtszeit passt das Thema nicht, und nach Neujahr haben sich eventuell viele Leute schon eingedeckt mit Fasnetsartikeln.“