Nach dem Ende der Badesaison gehörte das Hornberger Freibad einen Tag lang ganz den Vierbeinern.
Normalerweise heißt es für Hunde beim Schwimmbad: Wir müssen draußen bleiben. Doch der Förderverein Freibad Hornberg ermöglichte am Sonntag großen und kleinen Vierbeinern nach dem offiziellen Saisonende einen Sprung ins kühle Nass.
Rund 30 Hunde tollten ausgelassen miteinander, planschten im Becken und hatten wahrhaft tierischen Spaß. Manch unsicherer Hundeblick musterte erst mal ungläubig seine Menschen und schien zu fragen: „Ernsthaft jetzt?“
Nach eindeutig erteilter Erlaubnis durch die Besitzer schienen manche Fellnasen ihr Glück kaum fassen zu können und sprinteten größtenteils zunächst durch das weitläufige Gelände des Hornberger Schwimmbads, um es zu erkunden.
Der siebenjährige Australian Shepherd Aramis von Familie Zapf hatte das Becken einstweilen für sich, denn er war frühzeitig schon bald nach der Eröffnung des Hundeschwimmens um 10 Uhr gekommen.
Auch das weitläufige Gelände kam gut an
Er wusste sich zu benehmen und sprang nicht etwa stracks vom Beckenrand ins Wasser. Aramis benutzte die Treppe, um den von seiner Familie ins Wasser geworfenen Ball zu apportieren.
Nicht lange darauf kam Beagle-Dame Lilly aus Gutach mit ihrer Familie Schmidlin an und es wurde anfänglich vorsichtig Bekanntschaft geschlossen. Ab mittags füllte sich das Bad mit Hunden aller Rassen und Größen, vom Neufundländer-Oschi über Rottweiler, Collies bis Spaniel.
Neben den Hornbergern kamen auch Besucher aus dem Umland wie Hausach, Triberg, Schiltach und Wolfach. Es herrschte den ganzen Tag ein Kommen und Gehen. Erwachsene, Eltern und Kinder genossen den sonnigen Tag genauso wie die Hunde. Für Kuchen und Kaffee sorgte der Tierschutzverein Hornberg-Gutach. Dem Verein kommen auch die gesamten Einnahmen zugute.
„Für Hornberg ist es eine Premiere“, erklärte Inka Heyl, Vizin des Fördervereins vom Freibad. Zwar sei vor der Pandemie einmal ein internes Vereins-Hundeschwimmen spaßeshalber veranstaltet worden, aber in dieser Form fand es zum ersten Mal in Hornberg statt. In dem Zusammenhang betonte Heyl, dass Bürgermeister Marc Winzer und das Team vom Schwimmbad der Aktion von Anfang an die Zustimmung signalisierten.
Winzer und seine Frau Gabriele kamen ebenfalls vorbei und ließen sich ein Tässchen Kaffee schmecken. Nach dem Hundeparadies-Tag wurden die Pumpen abgeschaltet. Véronique Kühn, Betriebsleiterin des Freibads, hatte noch für die Umwälzung des Wassers gesorgt, damit es nicht kippte. Das Chlor im Wasser baut sich, laut Kühn, innerhalb von wenigen Tagen ab. Nun geht es endgültig an die Einwinterung des Freibads.
Im Trend
Das Hundeschwimmen zum Abschluss der Freibadsaison erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Jedes Jahr öffnen Freibäder kurz vor dem Ablassen des Wassers und bevor die Becken winterfest gemacht werden noch einmal ihre Pforten. Der Trend ist seit Jahren bundesweit zu beobachten. In der Region dürfen die Vierbeiner unter anderem im Panorama-Freibad Freudenstadt und im Kneippbad in Villingen schwimmen gehen. Premiere war dieses Jahr im Terrassenbad Lahr und in Hornberg.