Der Bürger- und Ehrenpreis 2025 der Bürgerstiftung Rheinfelden ist an die Jugend der DLRG verliehen worden. Der Ehrenpreis ging an den früheren Feuerwehrkommandanten Gerhard Salg.
Der mit 2500 Euro dotierte Bürgerpreis geht seit 2007 an Personen, Gruppen oder Organisationen für herausragendes bürgerschaftliches Engagement oder ein vorbildliches Projekt. Der Ehrenpreis wird seit 2008 an Bürger überreicht, die sich in besonderer Weise um das städtische Gemeinwohl verdient gemacht haben.
Bürgerpreis für die DLRG-Jugend: Cornelia Rösner, die Vorsitzende des Stiftungsrats, wies in ihrer Begrüßungsansprache im voll besetzten Habich-Dietschy-Saal auf die Bedeutung der Verdienste hin, mit welchen sich die prämierten Rheinfelder für ihre Auszeichnungen empfahlen: „Es sind Menschen, die sich einbringen, wo es nötig ist, die Verantwortung übernehmen und damit Vertrauen stiften – vielleicht das Kostbarste, was wir im Moment haben. Es geht um Wertschätzung, Anerkennung, um das Rückgrat unseres Zusammenlebens.“
In ihrer Laudatio würdigte sie danach die Mitglieder der Jugendabteilung der örtlichen DLRG, die ihre Freizeit damit verbringen, das Retten von Leben anderer Personen zu trainieren und dabei nebenher sportliche Höchstleistungen erbringen. Im Jahr 2022 schaffte es die Rheinfelder Ortsgruppe unter die Top 20 im Rahmen des BGV-Nachwuchshelden-Wettbewerbs. „Doch, was diese junge Menschen wirklich auszeichnet, ist ihr Miteinander“ sagte Rösner und, an die Jugendmannschaft gerichtet: „Ihr gestaltet euren Verein mit, ihr tragt Verantwortung, ihr werdet gehört, und daran wachst ihr. Dieses Maß an Selbstorganisation, Reife und Engagement ist außergewöhnlich.“ Es zeige, was möglich sei, wenn junge Menschen Vertrauen, Verantwortung und echte Mitgestaltungsmöglichkeit erführen.
Ehrenpreis für Alt-Kommandant Gerhard Salg: Eine fünfköpfige Jury hatte aus den von Bürgern eingereichten und bereits vorhandenen Vorschlägen eine Person auszuwählen, welcher der Ehrenpreis verliehen werden sollte. Manche sind stadtbekannt, andere arbeiten eher im Stillen. „Der diesjährige Ehrenpreis geht an jemanden, auf den beides zutrifft.“ Mit diesen Worten eröffnete Norbert Dietrich, zweiter Vorsitzender der Bürgerstiftung, seine Laudatio und gab unter großem Beifall im Saal den Namen des gekürten Preisträgers an: Gerhard Salg. Auf 40 Jahre kompetente und aufopferungsvolle Arbeit bei der Feuerwehr, davon von 1990 bis zum altersbedingten Ausscheiden im Jahr 2014 als Rheinfelder Feuerwehrkommandant, kann Salg zurückblicken.
Aber nicht primär dafür wurde er bei dem feierlichen Festakt ausgezeichnet, sondern für seine jahrelange akribische Kleinarbeit zum Aufbau des Feuerwehrarchivs. Die genannten Zahlen zur Ordnung und Digitalisierung vorhandener Dokumente, Fotos und Videos, welche Salg nach seiner Pensionierung in über 2700 Arbeitsstunden verarbeitete, entlockten des Anwesenden ein bewunderndes Raunen.
Eine Urkunde und von Glasbläser Wilfried Markus gefertigte Glasstele durfte Salg im Anschluss als Zeichen der Anerkennung entgegennehmen.
Er selbst betonte in seiner Dankesrede, das dies keine Einzelleistung gewesen sei. Viele hätten mitgeholfen. Sein besonderer Dank galt aber seiner Frau, die ihm stets den Rücken freigehalten habe. Und er freute sich darüber, dass durch diese Preisverleihung die ehrenamtliche Tätigkeit der freiwilligen Feuerwehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerate.
Zuletzt würdigte Bürgermeisterin Kristin Fuchs die Preisträger: „Sie haben auf ganz unterschiedliche Weise dazu beigetragen, dass unsere Gemeinschaft stärker zusammenrückt. Ihr Beispiel ist Inspiration und Ansporn für uns alle.“ Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch festliche Gitarrenmusik von einem Quartett der Musikschule unter Leitung von Folker Bakowski.